Egal ob Klimmzüge oder freie Übungen: die moderne, multifunktionale Sportanlage bietet beste Voraussetzungen zur sportlichen Betätigung und Bewegung. NN-Fotos: Rüdiger Dehnen

KREIS KLEVE. Die blaue Tartan-Laufbahn ist definitiv schon von weitem ein Hingucker. Die in orange, grau und schwarz gehaltene Crossfit-Anlage unter anderem mit Barren, Schlingenbändern und Kettlebells aber ebenso. „Es ist eine Sportanlage mit Signalwirkung”, sagt Tobias Knoll, Geschäftsführer von Geo3. Das Unternehmen aus Bedburg-Hau realisiert Freisportanlagen und hat auch die Außensport-Anlage am Klever Standort des Berufskollegs des Kreises Kleve konzipiert. Während die Sanierung der Gebäude weiter voranschreitet, konnte die Außensport-Anlage jetzt mit einem von den Schülern organisierten Sportfest bereits eingeweiht werden.

Die moderne und multifunktionale Sportanlage richtet sich in erster Linie an den Schulsport am Klever Berufskolleg, steht jedoch abends und am Wochenende auch Sportvereinen der Region und allen anderen Freizeitsportlern zur Verfügung. „Ich möchte jedoch an alle appellieren, pfleglich mit der Anlage umzugehen. Wir stellen sie bereit, aber auch nur so lange, wie hier nicht randaliert oder sie beschmiert wird. Wenn mit der Anlage nicht gut umgegangen wird, müssen wir eventuell den Stecker ziehen”, sagt Landrätin Silke Gorißen. Neben einer 400 Meter langen Tartan-Laufbahn verfügt die Sport-Anlage auch über einen Weit- und Dreisprung, ein großes Spielfeld, ein Mini-Spielfeld für Fußball-Spiele, je einem Basketball- und Volleyball-Spielfeld sowie einer Crossfit-Anlage, an der die Muskelkraft verbessert werden kann.

„Bei der Sport-Anlage geht es um Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, aber auch um Geschicklichkeit”, sagt Ute Averdonk, sportliche Leitung des Beruflichen Gymnasiums für Freizeitsportleiter. An den Trainingsgeräten befinden sich Tafeln mit Übungsvorschlägen, die verschiedene Schwierigkeitsgerade beinhalten. Darüber hinaus kann mit einem QR-Code eine App heruntergeladen werden, die sowohl einzelne Übungen in Form von Videos demonstriert als auch komplette Trainingsprogramme anbietet. Damit ist die moderne und multifunktionale Sportanlage nicht nur ideal für die Berufsschüler, sondern für alle Freizeitsportler.

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Wunsch nach Sport im Freien

Zwei Jahre betrug die Planungs- und Bauphase. Sechs Millionen Euro hat der Kreis Kleve insgesamt in die Außenanlage am Berufskolleg des Kreises Kleve investiert; ein Großteil davon floss in die Sportanlage. Schulleiter Peter Wolters war es wichtig, dass die Schule ihren Schülern ein Angebot zur sportlichen Betätigung auf dem Schulgelände anbieten kann. „Die Schüler hatten den Wunsch nach Sport im Freien selbst geäußert. Zudem passt es zu unserem Leitbild Bewegung und Sport. Die Schüler können hier sogar in der Mittagspause Sport treiben. Dazu möchten wir ihnen in Zukunft auch anbieten, dass sie sich einen Ball ausleihen können”, sagt Wolters.

Auch das Basketball-Feld lädt zum Sporttreiben ein.

Große Vorteile biete die Außen-Sportanlage ebenfalls für den Schul-Unterricht. Denn die angehenden Freizeitsportleiter, die am beruflichen Gymnasium neben der Allgemeinen Hochschulreife mit den Leistungskursen Sport und Biologie auch bereits berufliche Qualifikationen im Sportbereich erwerben können, könnten sich hier im Bereich Leichtathletik optimal weiterbilden. „Schön ist auch, dass hier die aktuellen Trendsportarten wie Crossfit berücksichtigt wurden”, sagt Averdonk. Denn sie seien heute für die berufliche Qualifikation der Freizeitsportleiter hilfreich.

Bei den Schülern kommt die moderne, multifunktionale Sportanlage bereits gut an. „Wir haben hier direkt angefangen zu trainieren. Es macht einfach Spaß”, sagt Schüler Rainer Ulrichs, der bestätigt, dass die Anlage auch außerhalb der Schulzeiten von den jungen Erwachsenen bereits genutzt wird. Auf der Tartan-Laufbahn kann sogar abends im Dunkeln noch gelaufen werden, da hier Laternen für ausreichend Licht sorgen. Ob die restliche Sportanlage auch noch mit einem Lichtsystem ausgestattet wird, werde die Zeit zeigen. „Wir warten jetzt erstmal die kommenden Monate und die Rückmeldungen ab. Besteht irgendwo noch Bedarf, wird alles noch einmal durchdacht”, sagt Gorißen.