AUWEL-HOLT. „Wir sind absolut erschöpft“, sagt Dirk Roosen, Mitorganisator des City of Flowers-Festivals, über sich und sein Team. Dennoch hört man seiner Stimme das Glück eines weiteren Erfolgs an. Am Wochenende feierten 900 Menschen an zwei Tagen in blumiger Atmosphäre ausgelassen zu elektronischer Musik – erstmals im „Blumengarten im Paradies“ in Auwelt Holt, wie das diesjährige Motto erkennen lässt.

Verglichen mit den Vorjahren wechselte man vom städtischen Flair hin zum Biergarten, der neben der Bühne auch mit Zelten und Pagoden bedarfsgerecht umgestaltet wurde. Der neue Ort hat sich bewährt: „Die Stimmung war super“, fasst Roosen zusammen. Das habe auch mit der Möglichkeit zu tun gehabt, endlich wieder draußen etwas erleben zu können nach so langer Zeit. „Dass überhaupt wieder etwas stattfand, war auch unser persönliches Highlight, neben der ausgelassenen Stimmung.“

1.100 Besucher hätten es eigentlich sein können angesichts des Kartenausverkaufs. Wo das Gelände Freitag besonders gut besucht war, grätschte am Samstag dann doch ein wenig der Regen hinein. Das ist aber kein Beinbruch, mit 900 Besuchern ist Roosen immer noch „absolut zufrieden. Wir hatten außerdem noch kein Jahr, wo es keinen Regen gab“, erzählt er mit einem Lachen. Überhaupt zeigte sich wieder die überregionale Strahlkraft des Festivals. Unter den Besuchern fand sich zum Beispiel auch ein Hannoveraner. „Da bekomme ich eine leichte Gänsehaut“, sagt Roosen.

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Keine bösen Überraschungen

Solche Erfolge zeugen zudem von der wieder einmal guten Planung und Umsetzung des fünfköpfigen Vorstands und der rund 20 Helfer, die sich bezahlt machte: Überraschungen und Planänderungen gab es keine. Roosen lobt dabei besonders das anstrengende ehrenamtliche Engagement des gesamten Teams. Ein Novum war zudem der Live-Stream von der ersten bis zur letzten Minute des Festivals. Zum Dank gab es eine regelmäßig hohe Zuschauerzahl.

Für die Zukunft hat das Team vor allem einen Plan: „Wir wollen weitermachen.“ Trotzdem hofft Roosen, noch einige Prozesse optimieren zu können, gerade, falls das Festival noch größer werden sollte. Dabei erwähnt er vor allem den großen Aufwand aller Ehrenämtler, der neben dem regulären Broterwerb schnell zu viel für sie werden könne. Daher hofft er, dass die Stadt Straelen den Verein in Zukunft noch stärker unterstützt, um die Qualität beibehalten oder sogar steigern zu können. „Wir verstehen uns als Marketing-Tool“, sagt er über den Nutzen für die Stadt.

Den Mehrwert hat die Politik jedoch bereits erkannt, wie erste bald anstehende Gespräche zeigen. Aber nicht nur mit der Politik: Nächstes Mal soll es auch wieder zum alten Standort zurückgehen. Lobend erwähnen möchte Roosen auch die vielen Sponsoren, vor allem Hauptsponsor Tecklenburg: „Ohne ihre Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen.“