Fünf Autoren lesen beim Literaturherbst in Emmerich

Mit guter Lektüre gegen eine trübe Herbststimmung: Stadtbücherei Emmerich lädt zum Literaturherbst mit fünf Lesungen

Literaturherbst Emmerich
Andrea Joosten, Leiterin der Stadtbücherei, hat schon mal in den Werken der fünf Autoren geschmökert – sofern sie denn bereits erschienen sind. NN-Foto: MB

EMMERICH. Alles ist bereitet für die Lesung mit Christoph Peters. Doch mit dem erneuten Lockdown im November vergangenen Jahres muss die Stadtbücherei Emmerich auch diese Veranstaltung absagen. „Im Nachhinein eigentlich ein Glücksfall“, gibt Andrea Joosten, Leiterin der Stadtbücherei, schmunzelnd zu. Denn aus der Einzellesung ist mittlerweile der Niederrheinische Literaturherbst geworden, eine Veranstaltungsreihe mit fünf Autoren.

Joosten nennt es „ein kleines Literaturfestival der Stadtbücherei“ und freut sich, dass alle angefragten Autoren zugesagt haben. „Sie sind auch froh, dass sie wieder etwas tun können“, sagt Joosten über das Quintett. Die Autoren eint, dass sie alle vom Niederrhein kommen.

Los geht es am 27. Oktober um 14 Uhr mit einem offenen Ganztagsangebot der Leegmeerschule, einem Bildungspartner der Stadtbücherei; hier liest Markus Orths aus seinem Buch „Ein Elefant macht Handstand. Wie man eine Geschichte schreibt“. Orths werde jedoch nicht einfach nur vorlesen, er habe angekündigt, auch kreativ zu werden, verrät Joosten: „Er wird den Schülern auch Fragen stellen, so könnte eine kleine Geschichte entstehen.“

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Campus-Atmosphäre in der Aula der Gesamtschule

Die Reihe der fürs Publikum offenen Lesungen beginnt am 5. November um 19 Uhr mit Nicole Peters. Sie ist in der Aula der Gesamtschule (Paaltjessteege 1) aus ihrem Kriminalroman „Nacht über dem Campus“. Darin ermittelt die Hennefer Rechtsanwältin Helen Freitag in einem Mord an einem Studenten. „Die Campus-Atmosphäre wollen wir durch die Aula nachempfinden“, sagt Andrea Joosten. Karten kosten zehn, ermäßigt acht Euro.

Weiter geht es beim Literaturherbst in Emmerich am 13. November um 19 Uhr im PAN mit Christoph Peters und seinem „Dorfroman“. Er handelt von den 1970er und 1980er Jahren, als in Kalkar-Niedermörmter der „Schnelle Brüter“ gebaut wird. Peters hat diese Zeit selbst miterlebt und berichtet auch vom Streit um den AKW-Bau, der ein Dorf (im Roman „Hülkendonk“) spaltet. Karten kosten zehn, ermäßigt acht Euro.

Erst zum zweiten Mal liest Anne Gesthuysen – nach der Vorstellung in Xanten – am 18. November um 19 Uhr im Stadttheater Emmerich aus ihrem neuen Buch „Wir sind schließlich wer. Landadel verpflichtet“, das am 4. November erscheint. Im Roman um die junge Pastorin Anna von Betteray und ihre Schwester Maria geht es darum, wie man sein Leben selbst gestaltet. Karten kosten 15 und zehn, ermäßigt zwölf und acht Euro.

Abschluss beim Literaturherbst in Emmerich am 1. Advent

Zum Abschluss des Literaturherbstes findet am ersten Advent, 28. November, ab 16 Uhr im PAN eine Familienlesung mit Burkhard Spinnen statt. Der renommierte Schriftsteller „gönnt sich ab und an ein Kinderbuch“, wie es Joosten formuliert. In „Fipp, Vanessa und die Koofmichs“ landet ein Ufo mit drei kaufwütigen Aliens vor dem Bundeskanzleramt. Als sich Vanessa, die Tochter des Hausmeisters, und ihr Freund Fipp sich einmischen, beginnt das Chaos. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Vorverkauf
Karten für die vier Lesungen im November gibt es ab Dienstag, 31. August, nur in der Stadtbücherei. Die Lesungen werden unter den jeweiligen Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung durchgeführt.

Der Literaturherbst in Emmerich wird von „Neustart Literatur“, einem Programm des Deutschen Literaturfonds im Rahmen „Neustart Kultur“, unterstützt. „Unser Team der Stadtbücherei und die Ehrenamtler ermöglichen mit ihrem Einsatz aber erst die Lesungen“, betont Andrea Joosten. Ebenso der Förderverein, der für die Lesungen wirbt. Joosten ist überzeugt: „Wir können mit dem Literaturherbst wunderbar den November überstehen.“