Start frei für den „Homerun“ in Emmerich

Spendenlauf vom 1. bis 11. September zur Unterstützung der Jugendarbeit

Homerun Emmerich
Das Team hinter dem Homerun Spendenlauf in Emmerich. NN-Archivfoto: Rüdiger Dehnen

EMMERICH. Der Firmenlauf ist Geschichte – und lebt doch weiter. Denn mit dem Homerun Emmerich findet zwischen Mittwoch, 1., und Samstag, 11. September, eine Art „Firmenlauf 2.0“ statt. Dabei geht es nicht um eine Zeitenjagd, wie bei Laufveranstaltungen üblich. „Es geht ums Kilometersammeln für den guten Zweck“, sagt Emmerichs Wirtschaftsförderin Sara Kreipe. Das Konzept, an einem Tag nicht eine bestimmte Strecke in möglichst kurzer Zeit laufen zu müssen, sondern eine möglichst große Strecke über einen bestimmten Zeitraum, scheint jedenfalls gut anzukommen: Mehr als 1.500 Teilnehmer verzeichnet der Homerun bereits.

Ziel ist es, Spendengelder für die Emmericher Jugendarbeit zu sammeln und dabei möglichst viele Menschen zu bewegen. „Am Ende werden wohl alle Schulen und Kitas in Emmerich teilnehmen“, ist Verena van Niersen von der WfG zuversichtlich. Auch ortsansässige Unternehmen und Einrichtungen haben sich mit Teilen ihrer Belegschaft angemeldet, ebenso Nachbarschaften und Sportvereine – und dies nicht nur in der Hansestadt. „Der Lauftreff Haldern ist ebenso dabei wie Laufsport Bunert aus Kleve. „Manche Gruppen machen daraus ein Team-Event“, erzählt Kreipe. Die Emmericher WfG beispielsweise läuft gemeinsam von der Tourist Info auf der Rheinpromenade zur Tourist Info auf dem Eltenberg. „Wir haben uns auch seit längerer Zeit nicht mehr gesehen und wollen die Gelegenheit nutzen, uns einfach mal wieder auszutauschen“, sagt Kreipe. Die Kinder-Feuerwehr der Hansestadt legt einen Lauftag im Eugen-Reintjes-Stadion ein, Schulen bauen den Homerun in den (Sport-)Unterricht ein. „Wir stellen fest, dass viele Einrichtungen, die sich anmelden, mit dem Thema beschäftigen“, berichtet van Niersen.

Kilometer auf der Homepage eintragen

Das Kilometer-Sammeln gestaltet sich relativ einfach. Loslaufen, über eine Smartwatch oder das Handy die Strecke aufzeichnen und anschließend auf der Homepage des Laufs eintragen. „Bei vielen Strecken, die man so läuft, kennt man ja auch die Länge“, ergänzt Kreipe. Über die „Social Wall“ auf der Homepage kann man nicht nur Bilder hochladen. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich Gruppen, Vereine und Firmen auf diese Weise auch gegenseitig zu Leistungen antreiben – „sich batteln“, wie es auf Neudeutsch heißt.
Das „erlaufenen“ Geld, aber auch weitere Spenden gehen zu 100 Prozent an Kinder, Jugendliche und sozial Benachteiligte. „Unterstützte Vereine können das Geld einsetzen, wie sie möchten“, erläuterte Kreipe. Die Rudolf W. Stahr Sozial- und Kulturstiftung der Stadt Emmerich werde das Geld gemäß des Stiftungszwecks einsetzen. Gleiches gilt für die Startgebühr in Höhe von fünf Euro. Ausnahme: Kitas, Schulen und Vereine zahlen keine Startgebühr.

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Anmeldung
Anmeldung zum Homerun Spendenlauf 2021 unter www.homerun-emmerich.de. Dort gibt es auch weitere Informationen für interessierte Sponsoren und Unterstützer – Stichwort „Spenden von der Couch“.
Das Homerun-Team: Wirtschaftsförderung Emmerich, Sparkasse Rhein-Maas, Stadtsportbund Emmerich, Salvea, Firmazwei

Findungsphase zur Zukunft des “Homerun” Emmerich

Was die Zukunft des Homerun Spendenlaufs betrifft, „sind wir in der Findungsphase“, sagt WfG-Chefin Sara Kreipe. In Gesprächen mit Unternehmen beispielsweise habe sie festgestellt, dass „der Wunsch nach etwas Dauerhaften da ist“. Aus der Politik gibt es diesen Wunsch ebenfalls, allerdings keinen politischen Auftrag und damit auch kein Budget. Für einen virtuellen Lauf wie in diesem Jahr ist dies auch kein Problem. „Wollen wir aber einen physischen Lauf, kämen einige Kosten auf uns zu“, weiß Kreipe. „Und wir wollen ja Geld einnehmen, nicht ausgeben.“ Ein entsprechendes Budget würde die Planung deutlich einfacher gestaltet.

Wie es mit dem Homerun weitergeht, wird sich nach dem 11. September zeigen. „Dann werden wir uns zusammensetzen und sehen, wie wir mit unserem Konzept für den digitalen Lauf auch einen physischen Lauf durchführen können“, sagt Kreipe. Klar ist, dass der Gedanke des Homerun-Teams, Kilometer zu sammeln anstatt eine bestimmte Strecke auf Zeit zu laufen, „sehr gut ankommt“, sagt Kreipe. Verena van Niersen ergänzt: „Wichtig ist, dass wir offenbleiben und möglichst viele Leute mitziehen.“ Das Team habe jedenfalls schon einen „Riesen-Ideenpool“ für die Zukunft.