KLEVE. Damit hatten Sandra van de Loo-Diel und ihr Mann Christoph nicht gerechnet. „Die Resonanz war überwältigend“, sagt die Kleverin mit dem großen Herz für Tiere. Vor einigen Tagen hatte sie in den Sozialen Medien einen Hilferuf veröffentlicht. Rund 70.000 mal wurde der Beitrag gelesen, viele Tierfreunde haben sich gemeldet, Hilfe angeboten und Mut zugesprochen.

Sogar ein Fernsehteam war schon vor Ort, um zu berichten. Darum geht‘s: Vor fast vier Jahren sind fünf Göttinger Minischweine, die aus einem Versuchslabor kamen, im Garten der Familie eingezogen. Mitgeholfen hat damals unter anderem der bekannte Tierschützer Ralf Seeger von den Helden für Tiere (auf dem Foto mit Sandra van de Loo-Diel und den damals noch jungen Minischweinen). „Natürlich haben wir uns vorher beim Veterinäramt und auch bei der Stadt erkundigt, ob wir dort Minischweine halten dürfen“, erklärt Sandra van de Loo-Diel, die mit ihrem Mann und Unterstützern vor einigen Jahren den Verein Tierfreiheit gegründet hat. Mit einem neuen Nachbarn, dessen Garten an das Grundstück der Tierfreunde grenzt, gab es dann aber Ärger. Er beschwerte sich beim Ordnungsamt über die Tierhaltung. Nach einer Kontrolle wurde die Beschwerde niedergelegt. Nun gab es eine erneute Anzeige – und ein Bescheid der Stadt Kleve: Die Schweine müssen weg.

„Wir sind total geschockt“, sagt Sandra van de Loo-Diel. Schließlich habe man alles abgeklärt, bevor die Tiere eingezogen sind. Und erst nachdem 2019 erneut bestätigt wurde, dass die Schweinehaltung in dieser Wohngegend erlaubt sei, habe man ein angrenzendes Grundstück dazu gekauft und mit viel Aufwand hergerichtet. „Es scheint, als wäre man der Willkür eines jeden Sachbearbeiters ausgesetzt. Der eine mag Tiere, also dürfen sie hier leben. Der nächste ist gegen Tiere, also müssen sie weg“, ärgert sich Sandra van de Loo-Diel und stellt klar: „Wir werden uns das nicht gefallen lassen!“ Ein Anwalt wird sich nun um die Angelegenheit kümmern.

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Wer wissen möchte, ob die Schweine bleiben dürfen, sollte die Webseite des Vereins Tierfreiheit (www.verein-tierfreiheit.de) und die Facebook-Seite im Blick behalten. Hier gibt es regelmäßig neue Infos.