Seit 70 Jahren bastelt und schraubt Karl Ingendae an seinen Märklin-Konstruktionen, die er jetzt in Issum präsentiert.

ISSUM. Auch das Issumer Museum His-Törchen darf die Türen wieder für Besucher öffnen. Nachdem die Exponate der aktuellen Märklin-Ausstellung schon seit Ende Oktober 2020 bereitstehen, konnte die Ausstellung mit der Sammlung des Lüllinger Bastlers Karl Ingendae jetzt endlich eröffnet werden. Der Besuch ist aktuell ohne Terminbuchung möglich.

Der Firmenname Märklin ist wohl jedem ein Begriff. Karl Ingendaes Leidenschaft sind jedoch nicht die bekannten Eisenbahnen, sondern die etwas in Vergessenheit geratenen Märklin Metallbaukästen, aus denen er seine verschiedenen Modelle zusammensetzt. „Vor 70 Jahren, zu meiner Erstkommunion im Jahr 1951, haben mir meine Eltern meinen ersten Märklin-Kasten geschenkt”, erklärt Karl Ingendae. Seitdem hat ihn die Leidenschaft fürs Basteln und Schrauben nicht mehr losgelassen. Waren es anfangs noch kleinere Teile, die er als Kind und Jugendlicher zusammen- und wieder auseinanderbaute, sind im Laufe der Jahre viele große Modelle entstanden. Ein Baukasten reicht da nicht lange und nach und nach wurde die Sammlung erweitert.

Zwei Räume nutzt Karl Ingendae mittlerweile in seinem Haus für sein Hobby – ein Ausstellungsraum und ein Bastelraum. Hinter jeder seiner Konstruktionen steckt viel Tüftelei: „Es klappt nicht immer auf Anhieb, da braucht man viel Geduld und Fingerspitzengefühl”, erklärt der 80-Jährige, der großen Wert darauf legt, dass alle seine Modelle voll funktionsfähig sind. 47 seiner Konstruktionen und einige Baukästen, darunter auch sein erster Kasten aus dem Jahr 1951, stellt Karl Ingendae nun erstmalig aus. Viele Modelle sind rund einen Meter lang und ziemlich schwer. Mehrere Kilo bringen die imposanten Teile auf die Waage. Verschiedene Feuerwehrautos, mehrere Traktoren samt diversen Gerätschaften und Lokomotiven mit unterschiedlichen Waggons finden jetzt in den Räumen des Issumer His-Törchens neben selbst konstruierten Riesenrädern, Kettenkarussells und vielen anderen Modellen Platz.

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Alle Modelle sind voll funktionsfähig. NN-Fotos: Theo Leie

Bescherte das stabile Konstruktionsspielzeug Mitte des letzten Jahrhunderts noch vielen Kindern glänzende Augen, wurde es nach und nach von aufkommenden Plastikspielwaren verdrängt. Inzwischen ist die Produktion der ehemals so beliebten Märklin Metallbaukästen eingestellt. Die letzten Kästen wurden vor rund 20 Jahren produziert. Die alten Schätze schlummern noch auf vielen Dachböden und diversen Kellern. Wer sich von seinem alten Spielzeug trennen möchte, kann sich gerne bei Karl Ingendae melden. Der Bastler freut sich über jedes zusätzliche Material, damit er seinem Hobby noch lange nachgehen kann.

Die Ausstellung „Faszination Märklin Metallbaukästen” ist ab sofort geöffnet und läuft bis zum 29. August im Issumer His-Törchen, Herrlichkeit 7. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Dienstag bis Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr, Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr, Sonntag von 15 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 02835/1024, E-Mail: touristik@issum.de.