Nach dem Sieg in Essen kannte der Jubel beim SV Straelen keine Grenzen. Foto: Marcus Endberg

STRAELEN. Der Wuppertaler SV und der SV Straelen haben das Finale um den Niederrheinpokal des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) erreicht. Im Halbfinale am Mittwoch setzte sich Regionalligist WSV in einer spektakulären Begegnung 6:2 (2:1) gegen den Drittligisten MSV Duisburg durch. Zeitgleich gewann Straelen 6:4 (2:2; 1:2; 1:1; 0:0) nach Elfmeterschießen gegen den Regionalliga-Konkurrenten und Tabellenführer Rot-Weiss Essen.

Das Endspiel um den Nieder-rheinpokal 2020/2021 findet am Samstag, 29. Mai, im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure” ab 13 Uhr auf neutralem Boden in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena statt. Zuschauer sind nicht zugelassen.

Spannung im Halbfinale

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Im Stadion am Zoo in Wuppertal waren Torchancen in einer Halbfinal-Partie auf Augenhöhe zwischen dem WSV und Duisburg zunächst Mangelware. Etwas glücklich gingen die Gäste dann durch ein Eigentor von Noah Salau (20.) in Führung. Doch Wuppertal drehte die Begegnung dank zweier Treffer durch Marco Königs (30.) sowie Beyhan Ametov (35.). Kurz nach der Halbzeit legte der WSV direkt nach. Kevin Hagemann (48.) erzielte das 3:1 für die Bergischen. Nach dem Duisburger Anschlusstreffer durch Kapitän Moritz Stoppelkamp (58., Foulelfmeter) stellte Marco Königs (61.) den alten Abstand von zwei Toren schnell wieder her. In der Schluss­phase sorgte Eigentor-Schütze Noah Salau (83.) mit dem 5:2 für Wuppertal für die Entscheidung. Kevin Pires-Rodrigues (87.) erhöhte mit einem Freistoß sogar noch auf 6:2.

Beim Halbfinal-Duell zwischen RW Essen und Ligakonkurrent SV Straelen im Stadion Essen hatte es in einer recht ausgeglichenen Begegnung lange 0:0 gestanden. In der 65. Minute war es RWE-Torjäger Simon Engelmann, der den Titelverteidiger im Niederrheinpokal mit seinem Tor zum 1:0 scheinbar erneut auf Endspielkurs brachte. Doch die Gäste, die im Viertelfinale ein Freilos hatten, steckten nicht auf und glichen in der Nachspielzeit aus. Der Niederländer Ferry de Regt (90.+3) war zur Stelle und sorgte für die Verlängerung.

In der Extra-Spielzeit durfte erneut Straelen jubeln. Cagatay Kader (95.) brachte den SVS erstmals in Führung. Wenige Minuten nach dem Straelener Tor zum 2:1 musste das Spiel wegen eines Gewitters für einige Minuten unterbrochen werden. Als der Ball wieder rollte, stemmte sich RWE energisch gegen die drohende Niederlage. Mit Erfolg: Oguzhan Kefkir (110.) markierte das 2:2. Essen blieb danach am Drücker, schaffte aber keinen weiteren Treffer mehr. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Vom Elfmeterpunkt hatte der SV Straelen das Glück mehr auf seiner Seite. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Jannis Kübler. Essen hatte zuvor zwei Elfmeter verschossen.

Im Gegensatz zum WSV, der den Niederrheinpokal bereits sechsmal gewinnen konnte, wartet der SV Straelen noch auf den ersten Titelgewinn im Verbandspokal-Wettbewerb. Der Sieger des Niederrheinpokals 2021 qualifiziert sich für den DFB-Pokal 2021/2022.

Live-Übertragung

Der Finaltag der Amateure wird im Fernsehen live von den 3. Programmen übertragen. Das FVN-Endspiel Wuppertaler SV – SV Straelen in Duisburg läuft ab 13 Uhr in einer NRW-Konferenz beim WDR sowie auf sportschau.de. Die Höhepunkte gibt’s am Abend in der ARD-„Sportschau“.