MOYLAND. Es tut sich was im „Wäldchen“: Auf der Rückseite von Schloss Moyland, gleich neben dem Mausoleum, soll noch in diesem Jahr eine Baumhauslandschaft eröffnet werden – für Kinder, Jugendliche und natürlich auch für Erwachsene, die aus einer anderen Perspektive vielleicht noch ganz neue Seiten des Parks entdecken. „So möchten wir natürlich gerade für Familien noch attraktiver werden“, erklärt Gunnar Ader, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, was es mit dem aufwändigen Projekt im hinteren Teil der schmucken Parkanlage auf sich hat.

Startschuss für den Bau der naturnahen Baumhauslandschaft ist Anfang Juli – eröffnet werden soll sie nach rund sechs Wochen Bauzeit Mitte August. Die Anlage ist Teil eines Konzepts zur Entwicklung von Spielflächen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 180.000 Euro. „135.000 Euro haben wir bereits“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Ruffing, der sich mit den Finanzen bestens auskennt.

Die noch fehlenden 45.000 Euro sollen zum einen per Crowdfunding (baumhauslandschaft-park-moyland), zum anderen durch (gern) auch größere Spenden zusammen kommen. Denn beim Crowdfunding gilt: Fünf Euro spenden, die Volksbank spendet zehn Euro „oben drauf“ – aber bei 10.000 Euro Gesamtsumme ist Schluss. „So kann man auch mit einem kleinen Betrag zeigen, dass man das Projekt unterstützen möchte“, sagt Ruffing.

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Förderverein geht in Vorleistung

Beteiligt habe sich zudem bereits das Land NRW „mit etwa zehn Prozent der Gesamtkosten“, lobt Ruffing. Auch die Familie van Steengracht und einige weitere Gönner haben größere Beträge beigesteuert. Auf Zuwendungen von Kreis und Gemeinde warte man noch. „In jedem Fall ist die Resonanz so gut, dass wir als Förderverein ohne Bedenken in Vorleistung gehen und das Projekt komplett vorfinanzieren“, sagt Ruffing. Möglich sei prinzipiell auch eine Umsetzung in drei Bauabschnitten gewesen.

Wenn die Firma Baumbaron aus Süddeutschland im Juli loslegt, wird mit größter Vorsicht gearbeitet. „Kein Baum nimmt dabei Schaden“, verspricht Ruffing. Zudem füge sich die neue Attraktion harmonisch „ins Große und Ganze“ ein, denn natürlich habe man vorab alles, auch in Absprache mit Denkmalschutz und Forstamt, sorgsam durchgearbeitet.