RHEURDT. Es grünt so grün: Wo auf dem Sportplatz am St. Nikolausweg früher Asche lag, ist heute Kunststoffrasen. Die Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen bekam diesen nun im Beisein vieler Gäste feierlich „überreicht“. Ein paar Spieler konnten den Platz aber schon kurz zuvor bei ein paar leichten Trainingsübungen austesten, wie Malte Rüter, Geschäftsführer der Spielvereinigung, erzählt. Und die fanden ihn „ziemlich geil“.

Es hat einige Zeit gedauert und ein paar Anstrengungen gekostet, aber der moderne Platz ist nun spielfertig. „Der erste Meilenstein zum wahrscheinlich schönsten Platz am Niederrhein“, sagte Bürgermeister Dirk Ketelaers in seiner Rede und spielte damit auch auf das kommende neue Vereinsgebäude an. Er betonte unter anderem die Wichtigkeit des Sports, nicht nur als Freizeitspaß und Ausgleich für die Gesundheit, sondern als gesellschaftliches Miteinander, das verbindet. „Jeder in Sport investierte Euro ist gut angelegt.“

Der neue Rasen ist aber nicht nur eine logische Antwort auf die Relevanz und Beliebtheit des Fußballs in Rheurdt, sondern hat auch andere Gründe. Wie Rüter erzählt, ging es auch darum, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der vorherige Ascheplatz war angesichts der Kunstrasenplätze in der kommunalen Nachbarschaft nicht sehr attraktiv und die Naturrasen-Fläche auf dem Sportplatz ist bedingt durch die Witterung und Bodenbeschaffenheit nicht immer bespielbar. Außerdem fühlten sich auch nicht alle Eltern wohl dabei, ihre Kinder auf dem Ascheplatz spielen zu lassen. „Jetzt haben wir eine moderne, zukunftsfähige Anlage. Wir freuen uns alle, wenn es endlich wieder losgeht und man normal trainieren kann“, sagt Rüter.

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Hand in Hand

Das Projekt konnte letztlich durch die Mithilfe vieler Wirklichkeit werden. Mit 500.000 Euro deckte eine Förderung des Landes einen großen Teil der Kosten von rund 750.000 Euro ab. Beim Rest sprang die Gemeinde in die Bresche, aber auch die Spielvereinigung trug ihren Teil bei. In Absprache mit der Gemeinde deckte sie durch einige Baumaßnahmen, wie Baumfällarbeiten, Positionen aus dem Kostenvoranschlag ab und sparte so Geld ein. Unerwähnt bleiben darf ebenso wenig die Hilfe zahlreicher Bürger, die sich durch Spenden eigene Parzellen auf dem Platz sicherten. So kamen am Ende 26.100 Euro zusammen. Zum Dank soll in Zukunft eine Sponsorentafel den Platz schmücken.

Diese Zusammenarbeit und die große Unterstützung von allen Seiten lobte auch der 1. Vorsitzende der Vereinigung, Jürgen Wienes. Sein Dank ging nicht nur an die Fraktionen im Rat und an die Gemeindeverwaltung, sondern auch gesondert an den ehemaligen Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Die Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen ernannte ihn daher für seine Verdienste offiziell zum Ehrenmitglied. Kostenlose Besuche inbegriffen, wenn er denn seine Urkunde mitbringt, wie Wienes augenzwinkernd nachschob.

Die Gelegenheit nutzte Wienes außerdem, um das Amtsende von Frank Kisters bekannt zu geben. „Über 30 Jahre Kassierer der Spielvereinigung. Hut ab, und vielen Dank!“