Lockdown bis 31. Januar verlängert

Kontaktbeschränkungen werden weiter verschärft

NIEDERRHEIN. Die Corona-Lage bleibt angespannt. In gut drei Viertel der 410 Landkreise und Stadtkreise liegt die 7-Tage-Inzidenz bei über 100 (292 Landkreise/Stadtkreise). Über 70 Land- beziehungsweise Stadtkreise weisen eine Inzidenz von über 200 auf. Vor diesem Hintergrund haben Bund und Länder heute die Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar beschlossen. Kitas und Schulen bleiben geschlossen. Zudem werden Kontaktbeschränkungen verschärft.

In Erweiterung der bisherigen Beschlüsse werden private Zusammenkünfte im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder bitten alle Bürger dringend, auch in den nächsten drei Wochen alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und soweit möglich zu Hause zu bleiben. Arbeitgeber werden dringend gebeten großzügige Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.

Bei Inzidenz von 200:  Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt

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In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern werden die Länder weitere lokale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz ergreifen, insbesondere zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.

Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen bleiben bis zum 31. Januar geschlossen. Der Bund will aus diesem Grund gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten beziehungsweise die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt beziehungsweise der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Ziel von Bund und Ländern bleibt es, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu senken, um die Gesundheitsämter – unterstützt von Bund und Ländern – wieder in die Lage zu versetzen, die Infektionsketten nachzuvollziehen und Quarantäne für Kontaktpersonen 1 anzuordnen.

Nächste Beratung am 25. Januar

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder werden vor dem Hintergrund der weiteren Infektionsentwicklung am 25. Januar erneut beraten und über die Maßnahmen ab 1. Februar.