Paul Düllings. Foto: privat

KREIS KLEVE. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Paul Düllings, kritisiert scharf das nun bekannt gewordene Vorgehen des FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Prof. Dr. Ralf Klapdor. Die Niederrhein Nachrichten hatten in ihrer Ausgabe Kevelaer von Mittwoch, 2. Dezember, über die Entlassung einer langjährigen Mitarbeiterin der FDP-Kreistagsfraktion berichtet. „Es ist ein Unding, dass Klapdor aus Steuermitteln seine eigene Ehefrau bei der FDP-Kreistagsfraktion beschäftigt. Bei Landtags- und Bundestagsabgeordneten ist diese Konstruktion ausdrücklich verboten. Erschwerend kommt hinzu, dass eine langjährige Mitarbeiterin der FDP-Kreistagsfraktion von Klapdor in die Arbeitslosigkeit geschickt wurde, um Platz für seine Ehefrau zu machen.“

Paul Düllings.
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Bestürzend sei nicht zuletzt angesichts dieses Vorgehens, dass ausgerechnet Klapdor mit den Stimmen von SPD, FDP, Grünen, Freien Wählern und Linkspartei nun zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Sparkasse Rhein-Maas gewählt werden solle. „Mit gutem Grund war bislang immer der Landrat des Kreises Vorsitzender des Verwaltungsrates. Dass SPD, Grüne, FDP und Freie Wähler nun mit Unterstützung der Linkspartei einen ihrer eigenen Fraktionsvorsitzenden für dieses Amt vorgeschlagen haben,zeigt, dass es diesem Bündnis in erster Linie um Pöstchen und Geld geht. Dazu passt dann auch sehr gut das Vorgehen von Klapdor mit der Beschäftigung der eigenen Ehefrau. Allerdings sollten sich gerade SPD und Linkspartei fragen, ob sie jemanden, der eine Mitarbeiterin in die Arbeitslosigkeit schickt, um Platz für die eigene Ehefrau zu machen, wirklich unterstützen wollen“, so Düllings weiter. Man frage sich, wen das Bündnis von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern nun als Nächstes mit einem gut dotierten Posten versorgen wolle, wenn es die Einrichtung eines Kreisdirektors fordert.