Glastechnik Hoffmann baut
Produktionshalle in Rees

Neubau für rund 300.000 Euro im Gewerbegebiet an der Marie-Curie-Straße

Hoffmann Rees
Willkommen in Rees: Die Wirtschaftsförderer Heinz Streuff (l.) und Sandra Kimm-Hamacher begrüßen Reinhard Hoffmann an der Marie-Curie-Straße, wo dieser seine neue Zentrale bauen will. NN-Foto: MB

REES. Gewerbeflächen sind auf dem Stadtgebiet Rees fast schon so etwas wie Mangelware. Umso mehr freut es Reinhard Hoffmann, dass er sich mit seinem Betrieb für Glastechnik demnächst im Gewerbegebiet an der Marie-Curie-Straße ansiedeln kann. Und die Stadt wiederum darf sich auf weitere Gewerbesteuereinnahmen freuen.

Doch weshalb geht Hoffmann, der seinen Hauptstandort noch in Mehrhoog hat, überhaupt nach Rees? „In Hamminkeln habe ich kein Gewerbegrundstück gefunden“, sagt der Glaser- und Schleifermeister. Schlimmer noch: Er fühlt sich von der Stadt regelrecht im Stich gelassen. „Als ich nach weiteren Gewerbeflächen fragte, wurde ich ausgelacht. Dabei zahle ich dort viel Gewerbesteuer. Da kann man sich ja wenigstens mal kümmern.“ Und als er ankündigte, mit seinem Betrieb nach Rees gehen zu wollen, habe man ihm nur geantwortet: „Dann mach‘ mal.“

Verwaltung und Hoffmann finden „schnell zusammen“

In Rees wiederum habe man „schnell zusammengefunden“, berichtet Wirtschaftsförderer Heinz Streuff. Nun plant Hoffmann, auf dem 2.363 Quadratmeter großen Grundstück an der Marie-Curie-Straße eine Halle mit einer Fläche von 750 Quadratmetern inklusive Büro- und Sozialräumen zu errichten. Rund 300.000 Euro will er dafür investieren.

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Schwerpunkt soll hier die Produktion von Automatiktüren und -toren sein. Deren Service und Wartung bietet Hoffmann seit 1998, neben Verglasungsarbeiten, Fenster- und Türtechnik, Brandschutz und Schlosserarbeiten. Hoffmann, sein Sohn Marcel und die vier Mitarbeiter sind deutschlandweit unterwegs. Zum Kundenstamm in Sachen Automatik- und Karusselltüren zählen unter anderem große, namhafte Möbelhäuser.

Neue Halle soll auch Hauptsitz werden

Für die neue Halle, die auch Hauptsitz des Betriebes werden soll, hat sich Marcel Hoffmann eingesetzt. „Er wird auch entscheiden, wie personell in Rees aussehen wird“, sagt Vater Reinhard. Voraussichtlich vier bis sechs neue Angestellte sollen das Team verstärken, darunter Elektriker und Glaser – eben technische Berufe.

Das Thema Ausbildung kann derweil nicht so groß geschrieben werden, wie es sich Reinhard Hoffmann manchmal wünschen würde: „Wir sind derzeit nur auf Montage. Da wäre es sehr schwierig, jemanden auszubilden.“

Sobald nun die Baugenehmigung vorliegt, soll alles sehr schnell gehen. Hoffmann geht davon aus, dass im Januar oder Februar die neue Halle geliefert wird und die Bautätigkeiten dann innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein sollten.