DRENTHE. Im ersten Teil der Serie über die Provinz Drenthe wurde deutlich, wie weitläufig die Urregion der Niederlande ist. Das Naturerlebnis rund um die Heidefelder, tiefgrüne Wälder, Bäche, Sanddünen und die drei Nationalparks stand im Mittelpunkt. Drenthe hat jedoch noch mehr als schöne Landschaft zu bieten: Die Region lockt mit außergewöhnlichen und beeindruckenden Erzählungen, die im Gedächtnis bleiben.

Kolonien der Wohltätigkeit

Das Gefängnismuseum Veenhuizen. (Foto: besuchdrenthe)

In den „Koloniën van Weldadigheid“ in Frederiksoord und Veenhuizen erfahren Besucher mehr über die Kultur-Geschichte der Region. Vor 200 Jahren wurden die Kolonien der Wohltätigkeit gegründet. Dort wurde verarmten Städtern, Bettlern und Landstreichern ein besseres Leben in Aussicht gestellt. Insgesamt zogen über 100.000 sogenannte „Paupers“ nach Drenthe – zunächst freiwillig, danach zwangsverpflichtet.

In Frederiksoord kann das Museum „Proefkolonie“ (Probekolonie) besichtigt werden. Im benachbarten Ort Veenhuizen hält das Gefängnismuseum spannende Einblicke bereit. Inzwischen ist dieses Stück niederländische Geschichte für das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert.

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Mystische Hünengräber

Hünengräber sind als die ältesten Denkmäler der Niederlande bekannt. (Foto: besuchdrenthe)

In Drenthe befinden sich die ältesten Denkmäler der Niederlande: Zahlreiche Hünengräber bitten zur Reise in die Vergangenheit. Im Hünengrab-Informationszentrum in Borger erfahren Interessierte mehr über die riesigen Felsbrocken und das Trichterbechervolk, das die geheimnisvollen Bauwerke errichtet hat.

Geschichte, die nicht vergessen werden darf

Im Erinnerungszentrum Kamp Westerbork bekommen Besucher im einstigen Lager und im Museum einen Eindruck davon, was während der deutschen Besatzungszeit in den Niederlanden passiert ist. Von hier aus wurden über 100.000 Juden und Roma deportiert. Ihre Namen werden im Museum auf die Wände projiziert, damit sie niemals in Vergessenheit geraten.

Spannende Erlebnisse im Drents Museum

Auch das Drents Museum lohnt einen Besuch. Es ist für seine ausdrucksstarken wechselnden Kunstausstellungen bekannt, umfasst jedoch auch eine umfassende Dauerausstellung. Archäologie, Kunst und Geschichte sind die vorherrschenden Themen des Museums. Mysteriös ist zum Beispiel die Geschichte des Meisje van Yde, eines 16-jährigen Mädchens, das vor 2.000 Jahren geopfert wurde.

Vincent van Gogh

Ein Besuch im Van-Gogh-Museum ist so besonders, weil es das einzig öffentlich zugängliche Gebäude in den Niederlanden ist, in dem Vincent van Gogh lebte und arbeitete. Passend dazu können Besucher im „Veenpark“ eine Reise in die Vergangenheit machen und die Umgebung erkunden, die ihn damals inspiriert hat. Aufgrund der aktuellen Situation sind Eintrittskarten für die verschiedenen Museen häufig nur online und im Voraus zu erwerben.

In Drenthe übernachten

Wer Drenthe für mehrere Tage besuchen möchte, kann aus Hotels, Ferienhäusern oder Bed & Breakfasts wählen. Ausgefallenere Unterkünfte machen das Abenteuer perfekt: vollständig eingerichtete Glamping-Plätze, Baumhäuser oder auch Cabiner – eine mobile Selbstversorgerhütte mitten in der Natur.

Noch mehr Inspiration für eine Auszeit in der Urregion Drenthe gibt es auf www.besuchdrenthe.de/kultur.

Verlosung
Wir verlosen einen Ausflug nach Drenthe für zwei Personen im Herbst oder Winter 2020. Der Gewinn umfasst unter anderem einen Besuch im Drents Museum, im Gefängnismuseum und in der Bierbrauerei Maallust, ein Abendessen im Restaurant Touché sowie eine Übernachtung im Hotel De Gouverneur in Assen, inklusive Frühstück. Einfach bis zum 24. September eine Mail mit dem Betreff „Drenthe“ an gewinnspiel@nn-verlag.de schicken. Viel Glück!