Peter Driessen

KREIS KLEVE. Der Sonntag der Kommunalwahl 2020 war für viele Politiker ein denkwürdiger Tag. Auch im Kreis Kleve. Einigen Bürgermeisterkandidaten gelangen haushohe Siege, einige mussten schwere Niederlagen einstecken. Andere wiederum haben noch keine Gewissheit über ihre berufliche Zukunft und gehen am Sonntag, 27. September, in die Stichwahl. Auch die verbliebenen Kreis Klever Landratskandidaten Silke Gorißen und Peter Driessen müssen sich nochmal dem Wählervotum stellen.
Die CDU-Kandidatin Gorißen holte 48,68 Prozent der abgegebenen Stimmen. Für Peter Driessen, der von Grünen, FDP und Freien Wählern unterstützt wird, entschieden sich nur schlanke 24 Prozent der Wähler. Damit schaffte es der langjährige Bürgermeister von Bedburg-Hau ganz knapp in die Stichwahl. Der dritte Landratsanwärter, der parteilose Polizeibeamte Guido Winkmann holte aus dem Stand überraschende 23,09 Prozent.
In einer ersten Analyse am Tag nach der Wahl war Driessen zu der Erkenntnis gelangt, dass „ein reines Kommunikationsproblem“ die Ursache für sein Wahlergebnis sei. „Ich denke, dass meine überparteiliche Philosophie nicht im ganzen Kreis Kleve angekommen ist und viele Wähler vor allem im Süden des Kreises Kleve eher in Guido Winkmann eine Alternative gesehen haben. Wir werden nun strategisch vorgehen und fleißig weiter machen.“

Eine fröhliche Rund: Landratskandidat Peter Driessen und seine Unterstützer. Foto: Gerhard Seybert

Details zur ihrem geplanten Vorgehen berichteten Landratskandidat Peter Driessen sowie Norbert Killewald (SPD), Bruno Jöbkes (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Ralf Klapdor (FDP) und Patricia Geerlings-Hallmann (Freie Wähler) als Vertreter der unterstützenden Parteien/Vereinigungen exklusiv im Gespräch mit den Niederrhein Nachrichten (NN). In gemeinsamer Analyse sind sie unter anderem zu folgenden Erkenntnissen gekommen: 1. Der Kandidat und sein Name sind in einigen Bereichen des Kreises Kleve (vor allem im Südkreis) noch zu unbekannt. 2. Viele Wähler kennen seine Unterstützer nicht (die Namen stehen nicht auf dem Wahlzettel). 3. Es ist nicht gelungen, Driessens Namen im ersten Wahlgang zu platzieren, da die Bürger sich dabei vor allem auf die Bürgermeisterkandidaten focussiert haben. 4. Driessen selber findet, dass er nicht genug „nah am Menschen“ war. Aus der Analyse ergeben sich folgende Maßnamen: Peter Driessen wird verstärkt im Süden des Kreises Kleve präsent und aktiv sein. Unter anderem auf Wochenmärkten. Er wird Haustürwahlkampf machen und dabei jeweils von zwei Vertretern seiner Unterstützer begleitet. Auf diese Einsätze freut er sich besonders: „Nah am Menschen, das ist meine Stärke“. Die Unterstützer seien sehr motiviert, den Kandidaten zu begleiten, so Bruno Jöbkes. Für jede Kommune gebe es genügend Freiwillige. Also liebe Wähler, aufgepasst, wenn es an der Haustür klingelt und drei Menschen Sie freundlich anblicken: Es sind nicht die Heiligen Drei Könige in Zivil sondern der Menschenfischer und Landratskandidat Peter Driessen und seine Unterstützer.

Damit für die Wähler klar erkennbar ist, welche Gruppierungen hinter Driessen stehen, werden deren Logos auf die neuen Großwerbeplakate als „Störer“ geklebt. Verstärkte Aktivtäten sind natürlich online für die Social Media Kanäle geplant. „Von jedem meiner Auftritte drehen wir kleine Filmbeiträge und stellen sie ein“, berichtet Driessen. Mit diesen Maßnahmen glauben die Gesprächspartner der NN, die Stichwahl am Sonntag, 27. September, zugunsten ihres Kandidaten entscheiden zu können. „Die Stimmung in der Bevölkerung zeigt auf einen Wechsel im Landratsamt. Weg von der CDU“, meint Patricia Geerlings-Hallmann. „Im Vergleich zum scheidenden Landrat Wolfgang Spreen (CDU) hat Silke Gorißen bei ihrer ersten Wahl elf Prozent weniger Wählerstimmen erhalten.“ Der Kreistag in Kleve brauche eine Veränderung. Hin zu einem Miteinander, weg vom arroganten Verhalten des Landrats und der CDU, so Norbert Killewald. Mit Driessen sei das möglich. „Er besitzt eine intergrative Kraft“, lobt er. „Und langjährige Verwaltungserfahrung“, ergänzt Ralf Klapdor. Jetzt bleibt beiden Bewerbern noch eine gute Wahlbeteiligung zu wünschen.

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