Artpul
Informierten über die Messe (v. l.): Reimund Sluyterman (Vorsitzender Pan Kunstforum Niederrhein), Christiane van Haaren (Künstlerische Leitung Pan Kunstforum), Alice Keldenich (Pressearbeit Pan Kunstforum) und Jo Pellenz (Geschäftsführer Kunstfirma a2b). NN-Foto: Thomas Langer

EMMERICH. Emmerich wird immer mehr zu einem Ort, an dem die Kunst zu Hause ist. Das beweist die Kunstmesse „Art‘pu:l“, die von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30 August, bereits zum vierten Mal im Pan Museum Niederrhein, Agnetenstraße 2, gastiert. Die Kunstfirma a2b veranstaltet sie in Zusammenarbeit mit dem Kunstforum, um Künstler und Kunstinteressierte zusammenzubringen.

Aber nicht nur der Kontakt zwischen Künstlern und Kunstbegeisterten sowie die damit einhergehenden (Ver)Kaufmöglichkeiten seien wichtig. „Wir wollen, dass die Künstler sich vernetzen. Dafür bieten wir eine Plattform“, sagt Jo Pellenz, bildender Künstler und Geschäftsführer der Kunstfirma a2b. Das trage Früchte, wie er durch vergangene Veranstaltungen weiß. „Die Aktivierung der eigenen Marktkräfte ist ein zentraler Aspekt unserer Arbeit“, sagt er.

30 ausgewählte Künstler jeglicher Couleur präsentieren dieses Jahr ihre Werke. Ganz gleich ob Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Grafiken, Videokunst, Skulptur- und Objektkunst oder Mischformen: jeder Geschmack wird auf der Art‘pu:l fündig.

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Ein Großteil der Künstler kommt zwar aus Deutschland, aber Aussteller aus Russland, Australien, Polen, den Niederlanden und Chile bringen ebenso internationale Einflüsse nach Emmerich. Auch wenn nicht alle von ihnen eine Hochschule oder Akademie besucht haben, sind sie alle professionelle Künstler mit hochwertiger Kunst im Gepäck, wie Pellenz versichern kann.

Die Kunstförderung kommt ebenfalls nicht zu kurz. In der Vernissage als Eröffnungsakt wird nämlich der mit 500 Euro dotierte Kunstpreis der Stadt Emmerich vergeben. Sponsoren sind die Stadtwerke und die Sparkasse.

Art‘pu:l: Ein Experiment in Zeiten von Corona

Überschattet wird die Messe allerdings von Corona. Ursprünglich hätten 45 Künstler vor Ort sein sollen, aber um ausreichend Abstand zu garantieren, wurde die Zahl verkleinert. Überhaupt haben sich die Veranstalter ein Konzept überlegt, um den Fluss der Besucher zu regeln. Mit der Maskenpflicht über festgelegte Laufwege bis hin zur Besucherzählung und möglichen, aber nur zeitweiligen Eintrittsbeschränkung ist für die nötige Sicherheit gesorgt. „Wir sind im permanenten Abgleich“, sagt Pellenz. Mögliche Engpässe wolle man stetig im Blick behalten.

Pellenz ist froh, dass die Künstler dieses Experiment eingehen und hofft, dass sie mit vielen Besuchern belohnt werden. „Es ist ein Wagnis für alle Beteiligten. Die Künstler bringen irren Mut auf und tragen die Veranstaltung und das Risiko mit, man kann sie nicht genug loben. Die Messe lebt von direkten Begegnungen.“

Am Samstag und Sonntag gehören auch Führungen zu ausgewählten Ausstellern durch Pellenz zum Programm. Geplant ist für jeden Tag eine Führung, sollte es jedoch mehr Interesse geben, verdoppelt sich die Zahl vielleicht. Wohltuend niederschwellig sollen die spannenden und humorvollen Führungen ausfallen, wie ehemalige Teilnehmer immer wieder sagten. Die Sorge, mit Fachbegriffen erschlagen zu werden, braucht also niemand zu haben.

Für den Auftakt sorgt die Vernissage am Freitag um 19 Uhr, der Eintritt beträgt zehn Euro. Samstag ist die Messe von 13 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet acht Euro. Die Führung beginnt am Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 14 Uhr.