Realschule
Sonsbeck: Erstes Klassenfoto mit Lehrerteam zu Coronazeiten zum Start der neuen Privaten Realschule. NN-Foto: Lorelies Christian

SONSBECK/WACHTENDONK. Gerade mal seit drei Wochen liegt die Genehmigung der Bezirksregierung für die Private Realschule Sonsbeck vor (die NN berichteten). Und pünktlich zum Schulstart am 12. August konnten 17 Schülerinnen und Schüler die neu gestalteten Schulräume beziehen. Corona-bedingt gab es zwar keine offizielle Einweihung mit vielen Gästen – doch der Schulstart begann feierlich mit einem Gottesdienst auf dem Schulhof der ehemaligen Hauptschule Sonsbeck.

Die Freude war allen Teilnehmern anzumerken. Pastor Bublitz, der auch den evangelischen Religionsunterricht übernimmt, gestaltete gemeinsam mit dem neuen Lehrer Jerome Vermaten (katholische Religion, Geschichte und Informatik) den Gottesdienst unter dem Motto „Wir machen uns gemeinsam auf den Weg“.

Zuvor hatte Elke Reichertz vom Förder- und Trägerverein alle herzlich begrüßt und sich bedankt für das entgegen gebrachte Vertrauen. Schulleiterin Sonja Laarmanns bekräftigte: „Ihr habt euch richtig entschieden!“

-Anzeige-

Unterstützung erhält das Lehrerteam von pensionierten Lehrern. Manfred Kürvers (bis 2015 Hauptschule Sonsbeck), AnkeSoppa (vorher Lisa-Meitner-Gymnasium Geldern) und Willi Schmitz (vorher Leiter Gebrüder-Grimm-Grundschule Issum) sind ebenfalls hochmotiviert „Starthilfe“ zu leisten. „Youngster“ Jerome Vermaten (35 Jahre) ist zusätzlich tätig an der Gesamtschule Kevelaer. Er schwärmt: „So eine tolle Ausstattung würde sich jede Schule wünschen. Herzlichen Dank an Förderverein und Gemeinde Sonsbeck!“

Symbolisch erhielten die neuen Fünftklässler unterschiedliche Schuhe, um gut gerüstet fröhlich und auch auf strapaziösen Wegstrecken gut voranzukommen.

Weitsicht in Wachtendonk

Gemütlich ging es bei der Eröffnung der Freien Realschule „Weitsicht“ in Wachtendonk zu. Die 17 Schüler der fünften und bisher einzigen Klasse leben sich nun in dem ehemaligen Gebäude der Sekundarschule ein.

Realschule
Schulleiterin Susanne Lambertz begrüßte alle Schüler, Eltern und Lehrer zur Eröffnung der Freien Realschule „Weitsicht“ in Wachtendonk. NN-Foto: Theo Leie

„Wir alle haben lange auf diesen Moment hingearbeitet“, sagte Schulleiterin und Klassenlehrerin Susanne Lambertz. Von der Idee bis zum Schulbeginn dauerte es zwei Jahre. „Erste Anmeldungen gab es schon, als es noch unklar war, ob die Schule überhaupt an den Start geht“, sagte Lambertz. Ein voller Erfolg geworden ist das Vorhaben vor allem wegen der Bemühungen des Vereins „Freie Realschule Niederrhein“, der alles auf den Weg gebracht hatte.

Fenja Cieslik, Vorsitzende des Vereins, wünschte den Kindern eine schöne und erfolgreiche Zeit. „Eure Neugier ist ein Schatz, bewahrt euch die“, erklärte sie. Schon während des Segensgottesdienstes mit Pfarrerin Ulrike Stürmlinger und Pastoralreferent Frank Ingendae konnten die Kinder ihre Talente in Form von Gesten präsentierten. Ganz ohne Eltern lernten sich die Kinder und Lehrer dann in einem Sitzkreis näher kennen. Hier stellte sich jeder vor, nicht nur mit Namen, sondern auch mit einem den Schüler näher beschreibenden Adjektiv. So hatte gleich jeder einen ersten Eindruck von den neuen Mitschülern, die damit wohl gar nicht mehr so fremd waren.

Das Lernen lernen

In den nächsten Wochen geht es erst einmal darum, das Lernen zu lernen. Im Fokus stehen dabei Lesen, Rechtschreibung und Methodik. Ein Schwerpunkt der Realschule liegt auf der individuellen Förderung, aber auch auf selbstständigem und eigenverantwortlichem Lernen und Arbeiten. Dazu werden immer wieder auch Projekte gehören sowie ein pädagogisches Zentrum, in dem die Schüler zusammenarbeiten können. „Das Gemeinschaftsgefühl ist uns wichtig“, erklärte Lambertz und ergänzte: „Aber auch, dass die Schüler ihre Talente erkennen und selbstbewusst ins Leben starten.“

Platz genug gibt es in der Schule jedenfalls für alle. Dank der Einzeltische können die Schüler im gebundenen Ganztag die Maske auch mal abnehmen. Der Unterricht findet aber nicht nur im Klassenzimmer statt, auch in der Natur wird gelernt. Auf die Zusammenarbeit mit Firmen legt die Schule ebenfalls viel Wert, ganz im Sinne der Berufsorientierung. Außerdem lernen die Schüler für das Leben: Egal ob sie das Fahrrad reparieren oder den Umgang mit digitalen Programme erlernen.

In den nächsten Jahren soll es für jede Jahrgangsstufe eine Klasse geben. Verstärkung könnte jedoch noch das Kollegium gebrauchen: Wer eine Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe I mitbringt, kann sich über die Kontaktdaten unter www.weitsicht.schule/kontakt/ melden.