HASSUM. Am Sportplatz der DJK Ho/Ha an der Bahnstraße in Hassum tut sich zurzeit einiges. Nach dem positiven Bescheid und der Bereitstellung von Fördermitteln des Landes NRW aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ (die NN berichteten), nimmt nun der Ausbau des gesicherten und barrierefreien Zugangs zum Sportplatz und Vereinsheim Gestalt an.

Das ist aber noch nicht alles, vier weitere Projekte möchte der Verein gerne zeitnah realisieren. Dazu wird allerdings die Hilfe interessierter Bürger und Firmen gebraucht. „Die NRW-Fördermittel in Höhe von 81.000 Euro sind zweckgebunden“, erläutert der 1. Vorsitzende Andre Giesen, „wir dürfen sie also nicht für diese vier Projekte nutzen.“ Bei den Förderkriterien habe man zwischen den Schwerpunkten energetische Sanierung oder Barrierefreiheit wählen können; die DJK Ho/Ha entschied sich für Letzteres.

Spielerhäuschen

„Die anderen Projekte haben wir schon länger in der Pipeline“, fährt Giesen fort, „und wenn wir schon einmal ,wühlen‘, dann bietet es sich doch an, wenn wir alles machen.“ Konkret geht es dabei um den Bau von zwei Spielerhäuschen am „alten“ Sportplatz, auf dem alle Abendspiele stattfinden, weil es nur hier eine Flutlichtanlage gibt. 2017 wurden bereits zwei Spielerhäuschen am „neuen“ Sportplatz gebaut, nach diesem Vorbild sollen sie entstehen.

Terrassendach

Außerdem möchte der Verein auf einer Länge von circa acht Metern am Clubheim ein vier Meter breites Terrassen-Abdach errichten, das an das Abwasser angeschlossen werden muss. Es wäre das teuerste Projekt auf der Liste. „Falls das Wetter schlecht ist, könnten Besucher das Spielgeschehen im Trockenen und trotzdem aus der Nähe verfolgen“, erklärt Andre Giesen. Und auch bei internen Feiern stünden momentan nur Markisen oder Fallschirmsegel zur Verfügung.

Boule-Feld

Mit einem 60 Quadratmeter großen Boule-Feld soll im Eingangsbereich der Platzanlage – rechts neben dem „alten“ Sportplatz – ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen. Und das selbstverständlich nicht nur für Vereinsmitglieder. Ausgestattet werden soll die Umgebung des Feldes mit Sitzgelegenheiten und Schatten spendenden Bäumen. Das Feld würde sich übrigens auch für den vor allem bei Jüngeren beliebten Ableger „Flunkyball“ eignen. Bisher gibt es auf dem DjK-Gelände nur einen Kinderspielplatz der Stadt Goch.

Die Arbeiten am Vereinsheim haben inzwischen begonnen. 1.000 Quadratmeter im Bereich des Vereinshauses werden barrierefrei umgestaltet.

DJK-Logo „XXL“

Und schließlich soll ein DJK-Logo im XXL-Format – 2,50 Meter hoch – als dauerhaftes Erkennungszeichen auf den Verein und die Platzanlage aufmerksam machen. Errichtet werden soll das Logo auf dem Erdwall zwischen den beiden Plätzen, in Höhe der Mittellinie. Der Sockel dient dann zugleich als Sitzbank. Die Buchstaben aus Cortenstahl sind dreidimensional angelegt. „Und sie werden im Dunkeln angeleuchtet“, beschreibt Andre Giesen die Idee hinter diesem identitätsstiftenden Logo. Idealerweise möchte die DJK Ho/Ha alle vier Projekte umsetzen und das bis Ende Oktober dieses Jahres. Das geht aber nicht ohne die Hilfe von Mitgliedern, die mit anpacken – Stichwort „Muskelhypothek“ – einem Obolus aus der Vereinskasse und Spenden.

Spendenaktion

Deshalb ist eine Spendenaktion gestartet worden, die noch bis Ende August läuft und die auf der Homepage unter www.djk-hoha.de ausführlich erklärt wird. „Man kann auf das Spendenformular gehen und auswählen, für welches Projekt man spenden möchte“, so Andre Giesen. Außerdem werden Patenschaften vergeben, das heißt Spender werden, wenn sie das möchten, auf der Schautafel im Eingangsbereich genannt. Das Spendenbarometer auf der Homepgage wird im wöchentlichen Turnus aktualisiert und gibt an, wie viel Geld für die einzelnen Projekte zusammengekommen ist. Daraus ergibt sich ein Gesamtquotient; 50 Prozent müssen erreicht werden, damit alle vier Projekte umgesetzt werden können. Die Mindest-Spendensumme beträgt 25 Euro.

„Mo-Spo-22“-Team

Wer Fragen zu den Projekten und zur Spendenaktion hat, kann sich an das „Mo-Spo-22“-Team wenden: Andre Giesen (1. Vorsitzender und Gesamtprojektleiter), Bernd van de Pasch, Frank Lörks, Hans-Josef Giesen und Heinz-Gerd Giesen, E-Mail: mo-spo-22@djk-hoha.com. „Wenn alle mitanpacken, fördert das auch den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Verein“, zeigt sich Andre Giesen zuversichtlich, dass die Projekte umgesetzt werden können.

Hintergrund

Die DJK SG Ho/Ha wurde 1947 als ursprünglich reiner Fußballverein gegründet und bietet seit 1994 Breitensport und seit 2014 auch noch Radsport an. Der Verein ist sportliche Heimat für insgesamt etwa 1.000 Mitglieder, denen alle Sparten zur Verfügung stehen.