KREIS KLEVE. Im Verlauf des vergangenen Wochenendes ereigneten sich im Kreis Kleve insgesamt vier Übergriffe auf Rettungs-und Polizeikräfte in Form von Beleidigungen, Bedrohungen und auch Körperverletzungen.

Bereits am Samstagmittag, 4. Juli, schlief ein stark alkoholisierter 30-jähriger Mann aus Geldern auf einer Parkbank an der Grunewaldstraße in Veert. Bereits bei Eintreffen der Beamten reagierte der Mann äußerst aggressiv und beleidigte die Beamten durchgehend. Auf dem Weg zur Polizeiwache beschimpfte der 30-jährige die Beamten weiter und trat in Richtung der eingesetzten Beamten. Auf der Wache angekommen schlug der Gelderner einen der Beamten und fuhr mit seinen Beleidigungen fort. Auch der Arzt, der ihm eine Blutprobe zur Feststellung von Alkohol und Drogen im Blut entnahm, wurde durchgehend beleidigt und beschimpft. Alle Beamten blieben unverletzt. Der Gelderner muss sich dennoch wegen Widerstandes und Beleidigung verantworten.

Am Samstagabend gegen 18:55 Uhr informierten Passanten in Rees die Polizei über eine augenscheinlich hilflose Person auf der Reeser Straße. Die 34-jährige Reeserin reagierte sofort aggressiv auf das Eintreffen der Beamten, beleidigte und bespuckte diese. Da die Frau offenbar verwirrt war, sollte sie zur Polizeiwache gebracht und einem Arzt vorgeführt werden. Im Rahmen des Einsatzes gelang es ihr einem der eigesetzten Beamten in den Unterarm zu beißen, wobei der Polizeibeamte glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Auch im Streifenwagen randalierte die 34-Jährige weiter und biss so massiv in das Sitzpolster des Streifenwagens, dass der Lederbezug beschädigt wurde. Die Reeserin wurde durch den hinzugerufenen Arzt und das zuständige Ordnungsamt zwangseingewiesen.

Mit einem stark alkoholisierten 23-jährigen Gelderner hatte eine Rettungswagenbesatzung in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 5. Juli, am Geldertor zu tun. Gegen 2:20 Uhr baten die Rettungskräfte um polizeiliche Unterstützung, da der 23-Jährige, der nicht mehr in der Lage war, sich auf den Beinen zu halten und sich massiv gegen die Untersuchung durch die Rettungskräfte wehrte. Anstatt die Hilfe der Rettungswagenbesatzung anzunehmen beleidigte er diese durchgängig. Ebenso wie die hinzugezogenen Polizeibeamten, die er unter anderem als „Hurensöhne“ beschimpfte. Da er weder in der Lage war zu stehen, noch eigenständig zu gehen, wurde der Gelderner zunächst zur Polizeiwache gebracht wo er durch den zuständigen Arzt untersucht wurde. Im Anschluss verbrachte der stark alkoholisierte Mann die Nacht im Krankenhaus. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstandes und Beleidigung.

Am Sonntag wurde eine Rettungswagenbesatzung zu einem 65-jährigen Gelderner an der Walbecker Straße gerufen. Aufgrund des Gesundheitszustandes des Mannes wollten die Rettungskräfte ihn zur zur Untersuchung in ein Krankenhaus bringen, was dem stark alkoholisierten 65-jährigen nicht gefiel. Dieser holte kurzerhand eine Machete unter dem Bett hervor und versuchte so, die Rettungskräfte zu verscheuchen. Es gelang den Rettungskräften den 65-Jährigen so weit zu beruhigen, dass er die Machete weglegte. Die hinzugerufene Polizei nahm den Gelderner in Gewahrsam. Er muss sich nun wegen Widerstandes und Bedrohung verantworten.