Zwei neue Wasserspender stellten die Stadtwerke Kevelaer, die Niersenergie sowie die Verbands-sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze allen Schülern und Lehrern der Gesamtschule Kevelaer zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit wieder befüllbaren Trinkflaschen können die Schüler und Lehrer jetzt einen weiteren Beitrag zur Rohstoffschonung und Reduzierung des Plastikmülls leisten. NN-Foto: Thomas Langer
KEVELAER. Egal ob Klimawandel oder Umweltverschmutzung, Umweltbewusstsein ist in aller Munde. So auch in der Gesamtschule Kevelaer: Hier geht nämlich im Moment und in nächster Zeit so einiges in diesem Bereich vor sich: Es gibt zwei neue Wasserspender, die Ausstellung „Ver(sch)wenden“ der Abfallberatung der Kreis Kleve Abfallwirtschaft (KKA) macht an der Schule Halt und der Jahrgang fünf nimmt im April am „Frühjahrsputz“ teil. Aber eins nach dem anderen: Die Schüler und Lehrer dürfen sich über zwei neue Wasserspender freuen. Spendiert wurden sie von den Stadtwerken Kevelaer, Niersenergie sowie der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze.

Rund 5.000 Euro kostet einer dieser Automaten. Samt Installation und wiederverwendbaren Flaschen für alle 1.200 Schüler und Lehrer kamen Kosten von rund 17.000 Euro zusammen. Ein stolzer Preis, über den die bei der Eröffnung anwesenden Schüler hörbar staunen. Aber es ist auch ein Preis, den es sich lohnt zu bezahlen. So werden Rohstoffe geschont und Plastikmüll vermieden.. Schon das Kardinal von Galen-Gymnasium durfte sich zuvor über einen Wasserspender freuen. Mechanische Filter und UV-Licht sollen gewährleisten, dass das Leitungswasser den Qualitätsstandards entspricht. Dabei kann jeder Nutzer zwischen stillem und sprudeligem Wasser wählen.

„Nachhaltigkeit ist für uns seit jeher ein bedeutsames Thema. Mit dieser Aktion an Kevelaerer Schulen helfen wir, Kinder und Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren“, sagt Rainer Janßen, Regionalleiter der Sparkassen-Filiale in Kevelaer. Neben den Wasserspendern hängen aktuell mehrere Plakate der Klasse 5b, die die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Karla Seifert im Unterricht angefertigt haben. Dabei haben sie sich in einem breiten Kontext allerhand Gedanken gemacht: Was ist Plastik, warum ist es so beliebt, wie kommt es überhaupt in die Umwelt, was macht es so problematisch und was können wir tun?

Letztgenannte Frage wurde mit einigen Ideen beantwortet, darunter: Keine Plastiktüten beim Einkauf nutzen, Metallstrohhalme verwenden, reparieren statt wegwerfen, Kern- statt Flüssigseife und kein Duschgel aus Plastikflaschen sowie – nicht zu vergessen! – die neuen Wasserspender. „Ich war überrascht, dass die Schüler schon so gut informiert waren und über solche Dinge in ihrem Elternhaus gesprochen haben. Sie waren Feuer und Flamme, ihre eigenen Gedanken stehen hinter diesen Plakaten“, verrät Seifert. Überrascht habe sie in diesem Zusammenhang auch die Wandlung in den letzten Jahren, denn nicht immer sei dieses Bewusstsein so ausgeprägt gewesen.

Eine Ausstellung, die zum Nachdenken anregt

Noch mehr ins Bewusstsein der Schüler rückt  die Umwelt sicherlich durch die Wanderausstellung „Ver(sch)wenden“, die Schüler und Lehrer bis Freitag, 13. März, im Foyer der Schule anschauen können. Die Ausstellung  behandelt das Konsumverhalten sowie dessen (globale) Folgen. Dabei nimmt sie sich einigen Themen an: Getränkeverpackungen, Leitungswasser, Müll sowie Lebensmittelabfälle sind Bereiche, die die Betrachter zum Nachdenken anregen. Dazu kommen Tipps, wie man selber es besser machen kann. Ganz nach dem Motto: „Wertschätzen statt wegwerfen“.
Die Klassen fünf bis sieben werden demnächst von Gertrud Kannenberg von der KKA durch die Ausstellung geführt. Dabei gilt es, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, Lücken auf dem Arbeitsblatt auszufüllen und anschließend zu diskutieren – und gerne offene Fragen anzusprechen. Das geschieht im Rahmen einer Doppelstunde. „Es geht darum, bewusst zu konsumieren und zum Weiter- und Nachdenken anzuregen“, erklärt Kannenberg. So nähme etwa der Anteil der Dosen wieder zu, denn einige Getränke gebe es gar nicht in Flaschen.
Sie weiß auch: „Umweltschutz muss nicht teuer sein.“ Ein Beispiel dafür ist Leitungswasser. Das sei als Möglichkeit für Trinkwasser laut Kannenberg aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt worden. Hier wiederum kommen Projekte wie die vorgestellten ins Spiel und zeigen bereits jetzt exemplarisch, wie man sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ansetzen kann.
Ein letzter vorläufiger Termin in dieser Hinsicht ist der „Frühjahrsputz“, an dem der fünfte Jahrgang geschlossen am Donnerstag, 2. April, teilnimmt. Rund um das Schulgelände sammeln die Schüler dann mit ihren Klassenleitungen in den ersten beiden Unterrichtsstunden Müll und Unrat.Wer die Ausstellung sehen möchte, kann sie unter http://www.kkagmbh.de/vermeidung/vermeidung.html als PDF-Datei herunterladen.