GOCH (CDS). Die wichtigste Nachricht vorweg: In diesem Jahr wird das Wetter dem Gocher Street Food Frühling am 29. Februar und 1. März wohl nichts anhaben können. „Wir haben aus den Erfahrungen gelernt und stellen auf dem Marktplatz ein großes Zelt mit einem Schwerlastboden auf“, erklärt Stadtmarketing-Leiter Rüdiger Wenzel. Es bietet den Besuchern mit 300 Quadratmetern viel Platz, um sich gemütlich zum Essen hinsetzen zu können. Die Stände und Trucks gruppieren sich an den Seiten des Marktplatzes um das Zelt.

Neu dabei ist der „Spießertreff“. Hier ist der Name Programm, Fleisch aus der Region wird zu Burgern und Co. verarbeitet. Ebenfalls das erste Mal in Goch zu Gast ist der „Inder Circle“ mit – natürlich – indischen Gerichten. Bei „Eat Schmackofatz“ gibt‘s Flammkuchen. „Den einzigen in NRW, der auch so schmeckt, wie er soll“, findet der Südbadener Holger Paul, mit seinem „Cup & Cake“ ein Teilnehmer der ersten Stunde. Durch seine Vernetzung mit den Streetfood-Kollegen konnte Holger Paul in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing 21 Teilnehmer in die Weberstadt holen.

Dish of the day

Wer neugierig auf das vielfältige Angebot ist, das auch Gerichte für Vegetarier und Veganer umfasst, kann sich auf Facebook bei „Goch erleben“ Appetit holen. Hier wird bis zum 29. Februar jeweils das „Dish of the day“ vorgestellt. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem Verzehrgutscheine verlost werden.

Livemusik

Für musikalische Unterhaltung beim Schlemmen haben als Partner wieder der Werbering Goch und die Stadtwerke Goch gesorgt. Am Samstag, 29. Februar, steht von 15.30 bis 18.15 Uhr das Duo „Musicna“ auf der Bühne; von 20 bis 22 Uhr wollen „Die Beamten und der Koch“ dem Publikum einheizen. Außerdem gibt es von 12 bis 14 Uhr eine Live-Radiosendung; Das Gocher Prinzenpaar Johannes V. und Julia I. vom Kolping Karneval Komitee 1885 Goch wird zu Gast sein und die Ziehung des Garde-Gewinnspiels für Gocher Kinder begleiten. Als „Special guest“ ist Günter Kastenfrosch mit seinem Walking Act unterwegs. Er wird dabei auch schon auf das kommende Seefest im Juli hinweisen.

Verkaufsoffener Sonntag

Der Sonntag, 1. März, ist in der Innenstadt wieder von 13 bis 18 Uhr verkaufsoffen. „Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit der Stadt; der Street Food Frühling ist der Aufhänger für den verkaufsoffenen Sonntag“, erklärt Jörg Thonnet vom Werbering-Vorstand, „es ist schön, dass das weiter ausgebaut wird.“ Er hofft auf gutes Wetter und dass die Besucher beides genießen können: einen Bummel und die Kulinarik. Kunden, die an dem Wochenende in Werbering-Fachgeschäften einkaufen, bekommen Verzehrgutscheine über einen Euro, die sie direkt einlösen können.

Für den frühen Street-Food-Frühling-Termin haben sich die Organisatoren ganz bewusst wieder entschieden: „Mit diesem Datum locken wir die Leute nach dem Winter aus dem Haus“, sagt Holger Paul. Die Weberstadt eröffnet damit den Reigen der Veranstaltungen im Kreisgebiet.

Goch’n’Roll

Auf die Besucher des Gocher Street Food Frühlings wartet am Sonntag, 1. März, noch eine Neuheit, die sich mit E-Mobilität beschäftigt. Denn die Stadtwerke stellen an ihrem Infostand von 12 bis 18 Uhr ihr Konzept „Goch‘n‘Roll“ vor. „2019 haben wir die E-Roller, die wir jetzt auf die Straße bringen möchten, bereits vorgestellt“, berichtet Kristina Derks, Leitung Marketing & Servicecenter. Ab Montag, 2. März, sollen dann 15 E-Roller im modernen Retro-Look auf den Gocher Straße mit bis zu 45 km/h fahren. Das Design greift das Thema „Rockabilly“ auf; sie gleichen einer Vespa und sind in einem knalligen Blau lackiert. „Der Street Food Frühling und der verkaufsoffene Sonntag sind die ideale Plattform, um die Roller und das Konzept vorzustellen“ freut sich Kristina Derks.

15 knallblaue Flitzer im Rockabilly-Look sind ab dem 2. März emissionsfrei auf den Gocher Straßen unterwegs. Foto: Thomas Momsen

Die Nutzung funktioniert über die Stadtwerke Goch‘n‘Roll-App (ab 1. März bei Google Play und im App Store erhältlich), bei der man sich gegen eine einmalige Gebühr registrieren muss. Fah­ren darf man die Roller ab 16 Jahren, mit der Führerscheinklasse AM. Dies wird bei der Registrierung in der App überprüft, in dem der Führerschein abgefilmt wird. „Da es keine Schlüssel für die Roller gibt, sollte man auch niemand anderen mit seiner App fahren lassen“ betont Kristina Derks. Ein Beifahrer ist aber erlaubt. Über die App kann man einen Roller mieten und solange nutzen, wie man möchte. Gezahlt wird in der App für Fahr- und Parkmodus. Die App bietet unter anderem eine Übersicht über freie Roller und man kann sich einen Roller reservieren. Außerdem zeigt sie den Ladestand des Akkus an. Ist der bei 20 Prozent, tauschen die Stadtwerke den Akku des Gefährts aus. Ausgestattet sind die Roller mit zwei Helmen in Größe M und L und Hygienehauben. „Wer möchte, kann natürlich auch einen eigenen Helm nutzen“, so Kristina Derks.

Lediglich Mietstart und Miet­ende müssen in einem festgelegten Bereich stattfinden (innerhalb der Gocher Ringe, Parkplatz Astra, Parkplatz Krankenhaus, GochNess, Haus am See-GochNess); ansonsten haben die Nutzer „freie Fahrt“ – nur begrenzt durch die Reichweite von 130 Kilometern.

Probefahrt beim Street Food Frühling

Fünf Roller werden am 1. März am Stadtwerke-Infostand zu sehen sein. „Dann kann man auch eine kleine Teststrecke ohne Registrierung in der App fahren“, berichtet Kristina Derks. Ein gültiger Führerschein muss dafür aber ebenfalls vorliegen und der Personalausweis dient als Pfand. Außerdem wird eines der E-Autos vorgestellt, die in Kürze als „Dorfauto“ in Hasssum, Hommersum und Kessel eingesetzt werden sollen.

The Iceman

Passend zum Thema „Rockabilly“ präsentieren die Stadtwerke Goch zudem auf der Street Food Frühling-Bühne von 12 bis 18 Uhr die Band „The Iceman“ mit Frontmann Volker Hachenberg an der Gitarre. Für Naschkatzen gibt‘s am Stadtwerke-Foodtruck Zuckerwatte. Apropos Goch‘n‘Roll: Mit den E-Rollern gehen Rocklegenden auf die Straße, wie Kristina Derks verrät: „Wir haben zum Beispiel eine ,Janis‘ und einen ,Elvis‘, aber auch einen Kai-Uwe und eine Doris-Ute.“

Langfristiges Ziel ist es, den Autoverkehr in Goch zu reduzieren, die Menschen mobiler zu machen, ihnen E-Mobilität näher zu bringen und die Umwelt zu schonen. „Es ist ein Sharing-System, das für kurze Strecken geeignet ist; man kann spontan Besorgungen machen oder den Niederrhein erkunden“, zählt Kristina Derks die Vorteile auf. Wer weitere Informationen rund um Goch‘n‘Roll haben möchte, der kann sich bei den Stadtwerken Goch an Ann-Kathrin Lessing und Björn Hillesheim wenden.