Roboterwettbewerb
Nach der Siegerehrung versammelten sich die Teams und Organisatoren zu einem gemeinsamen Foto. Foto: privat

KREIS KLEVE. Mit Lego kann man doch so einiges lernen: Den Beweis lieferte der Roboterwettbewerb des zdi (Zukunft durch Innovation NRW) in der Sporthalle am Berufskolleg Geldern. 80 Teilnehmer in zehn Teams kamen von sieben Schulen aus den Kreisen Kleve und Wesel, um sich für die Regionalausscheidungen im Frühjahr zu qualifizieren. „Ziel des zdi ist es, junge Menschen an ein Mint-Studium oder eine Mint-Ausbildung heranzuführen“, erklärt Johannes Böhmer, Regionalbetreuer der zdi-Landesgeschäftsstelle.

Auf spielerische Weise sollen so Fachkräfte für die Region gesichert werden. Bei diesem Wettbewerb bauten die Schüler der Klassen fünf bis zehn in der Kategorie Robot-Game aus vorgegebenen Bausätzen ihre eigenen Roboter und programmierten diese so, dass sie auf dem Spielfeld autonom fahren und für zehn Aufgaben gewappnet sind. Alles unter dem Motto „galaktisch gut“.

Gar nicht so einfach

Ein Beispiel dafür ist der Bau einer Rakete. Drei von sechs Teilen liegen schon zu Anfang in der „Base“, wo alle Teile der Rakete per Hand gestapelt, aber nicht zusammengesteckt werden. In der Base darf auch der Roboter bei Bedarf umgebaut werden. Die anderen drei Raketenteile liegen auf dem Feld verstreut und müssen vom Roboter in die Base gebracht werden. Die fertig gebaute Rakete muss anschließend auf das Feld „Raketenbasis“ geschoben werden. Punkte gibt es sowohl beim Einsammeln, als auch beim Zusammenbauen.

In den insgesamt drei Durchgängen kämpften alle Teams, die aus drei bis zehn Teilnehmern bestehen, um Punkte. Jedes Spiel pro Durchgang dauerte zweieinhalb Minuten, wobei zwei Teams jeweils mit zwei Spielern parallel auf einem eigenen Spielfeld spielten.

Alles andere als leicht, bei diesem Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren. Noch dazu, wenn der Roboter plötzlich still steht oder zum Beispiel die Kralle nicht richtig greift. In solchen Fällen müssen die Teams Strategie und Roboter spontan überarbeiten. Aber alles halb so wild, wenn man mit Begeisterung dabei ist wie der 13-jährige Bram Haenen von der Sekundarschule Straelen: „Das Programmieren und Bauen macht mir besonders Spaß“, verriet er.

Die 15-jährige Alina Lust von der Gesamtschule Mittelkreis Goch ist durch ihren Informatikkurs auf den Wettbewerb gekommen. „Wir haben Spaß daran, neue Sachen auszuprobieren. Dann hat unsere Lehrerin gefragt und ich habe mich mit angemeldet, weil ich es ganz interessant fand, eine neue Herausforderung zu haben.“ Besonders reizt sie dabei „das Neue auszuprobieren und zu sehen, dass man Erfolge damit haben kann, womit man sich die letzten Wochen beschäftigt hat.“

Voerde ganz vorne

Den ersten Platz erkämpfte sich das Team „Space Taxi“ vom Gymnasium Voerde. Platz zwei belegte „Gem-Robo 2“ von der Gesamtschule Mittelkreis Goch. Beide Teams haben sich damit für die Regionalausscheidungen im März qualifiziert. Den dritten Platz machte „Gem-Robo 1“, ebenfalls von der Gesamtschule. Die gewonnen Pokale werden sie auch in Zukunft an den Spaß und Erfolg erinnern.

Am 25. April findet das Finale in Mülheim an der Ruhr statt. Dann gibt es nicht nur einen Pokal, sondern auch einen Gutschein für Mint-Anschaffungen für die drei Gewinner.

In Geldern bewiesen aber nicht nur die teilnehmenden Schüler ihr Talent und Wissen. Damit alles fair und mit rechten Dingen zugehen konnte, stellten sich Schüler des technischen Gymnasiums für Ingenieurswissenschaften vom Berufskolleg als Schiedsrichter zur Verfügung. Umgesetzt wurde die Veranstaltung vom zdi-Zentrum Kreis Kleve an der Hochschule Rhein-Waal gemeinsam mit dem Netzwerkpartner Berufskolleg Geldern.

Robot-Performance

Neben der Kategorie Robot-Game für die weiterführenden Schulen treten auch Grundschulen in dieser Kategorie an. Darüber hinaus gibt es die Kategorie Robot Performance, wo es um Choreographien zu einer Geschichte zum Wettbewerbsmotto geht. Beides beginnt bei den anstehenden Regionalwettbewerben.

Bereits zum vierzehnten Mal findet der Wettbewerb statt. Mit knapp 170 Teams und 1.000 Schülern gehört er zu den größten landesweiten Lego-Roboterwettbewerben in Europa.

Zdi ist mit über 4.500 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des Mint-Nachwuchses. Mit Blick auf Schulen, Hochschulen und Unternehmen möchte es im schulischen und im außerschulischen Bereich Mint-Angebote schaffen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.zdi-portal.de/zdi-roboterwettbe-werb/.