Touristikmesse
Camping auf dem Dach: Die Touristikmesse informiert Besucher auch über die aktuellen Reise-Trends. NN-Foto (Archiv): Rüdiger Dehnen

KALKAR. Der Niederrhein war einmal ein „schlafender Riese“. „Heute ist das nicht mehr der Fall. Der Riese ist zwar noch da, aber schlafend ist er nicht mehr. Der Niederrhein boomt und floriert“, sagt Carolin Semelka vom Wunderland Kalkar. Deshalb setze die 16. Touristikmesse Niederrhein am 1. und 2. Februar in den Messehallen Kalkar auch besonders auf die niederrheinische Region.

Weit entfernte Länder sucht man beim Ausstellungsangebot dagegen vergebens. „Wir wollen keine Konkurrenz zu den großen Messen in Düsseldorf oder Berlin darstellen. Wir identifizieren uns mit dem Niederrhein und Deutschland“, sagt Projektmanagerin Nicole Zobel, die für die Touristikmesse verantwortlich ist. Stattdessen präsentieren sich die Kommunen aus den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen, die Niederlande und auch Urlaubsregionen aus Schleswig-Holstein, der Eifel oder aus dem Schwarzwald.

„Zu unseren diesjährigen Ausstellern gehört aber auch ein schönes Hotel aus Südtirol und ein kleines Finca-Hotel aus Mallorca, das schon im vergangenen Jahr bei uns war. Die Betreiber waren ganz begeistert von der Touristikmesse und wollten deshalb gerne wiederkommen“, sagt Zobel. Alle, die doch ein wenig Fernweh verspüren, können sich dort Inspirationen holen.

Touristikmesse
Auf der Touristikmesse präsentieren sich auch die hiesigen Städte und Gemeinden. NN-Foto (Archiv): Rüdiger Dehnen

Die Touristikmesse Niederrhein ist in diesem Jahr beliebter denn je. „Lange haben wir an der magischen Zahl von 150 Ausstellern gekratzt. In diesem Jahr haben wir knapp 160“, verrät Zobel. Aufgrund der großen Resonanz hat sich die Messe auch räumlich vergrößert. Neben der großen HanseHalle Kalkar, die komplett in Anspruch genommen wird, haben die Organisatoren auch zwei Bereiche der HanseHalle Grieth angemietet,
Auf der gesamten Fläche wird den Besuchern ein breites Spektrum angeboten: Besucher erhalten an beiden Tages Informationen zu Tagesausflügen, Wochenendtrips, Freizeitangeboten und Outdoor-Aktivitäten. Besondere Schwerpunkte liegen im Bereich Wandern, Radfahren und Camping. „Wir haben in diesem Jahr auch einige Wohnmobile dabei, die angesehen werden können“, sagt Zobel. Aus den Niederlanden kommt sogar ein Anbieter, der für einen Camping-Ausflug Zeltdächer für das Auto verleiht.

Knotenpunkte zeigen den Weg

Für eine Fahrrad-Tour am Niederrhein braucht man nicht zwingend eine Übernachtungsmöglichkeit. Dank der Wirtschaftsförderung Kleve kann diese in Zukunft aber dennoch leichter absolviert werden: Denn das Knotenpunktsystem ist fertig. 160 Knotenpunkte weisen künftig Radfahrern den Weg durch das gut ausgebaute Radwegenetz im ganzen Kreis Kleve. Sie machen die Planung der Tages- oder Mehrtagestour einfacher. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve stellt bei der 16. Touristikmesse Niederrhein aber nicht nur das Knotenpunktsystem, sondern auch eine entsprechende Begleitbroschüre vor. Sie präsentiert – verteilt durch den ganzen Kreis Kleve – sechs Routen, die zu einer Fahrradwanderung einladen.

In den Messehallen Kalkar sorgen in diesem Jahr zwar keine Knotenpunkte, dafür aber Farben für eine bessere Orientierung. „Der Kreis Kleve ist ja schon länger grün. Das kam auch bei den Besuchern immer gut an, so dass wir das Farbkonzept jetzt ausgeweitet haben“, sagt Zobel. So kommen die Kreise Wesel und Viersen in Rot daher, die Niederlande erstrahlt natürlich in Orange. Ein Highlight im roten Bereich wird übrigens ein Vorgeschmack auf die Landesgartenschau ab dem 17. April in Kamp-Lintfort sein.

Mitreißende Aktionsflächen

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Gewinnspiel am NN-Bulli: Auch die Niederrhein Nachrichten sind in diesem Jahr wieder mit dem Bulli auf der Touristikmesse vertreten. NN-Foto (Archiv): Rüdiger Dehnen

Bereits im letzten Jahr fielen Aktionsflächen in der Halle durch ihr abwechslungsreiches Programm auf. Und auch dieses Mal werden Bewährtes wie der Barfußpfad des Kneipp-Vereins sowie spannende Kinderanimation die kleinen und großen Gäste begeistern. Frischen Wind in die Sache bringen SpringEnergie-Boards, Blasrohrschießen, Kletterwand und ein Geschicklichkeitsparcours. Der Begriff „Erlebnis“ wird auf der 16. Touristikmesse Niederrhein großgeschrieben. Zudem laden komfortable Sitzbereiche und gastronomische Einrichtungen nach einem Bummel durch die Reihen wunderbar zum Verweilen ein. Im erweiterten Café-Bereich können bei leckerem Kaffee und beliebter großer Kuchenauswahl bereits die ersten Urlaubspläne geschmiedet werden.

Die Messe hat am 1. und 2. Februar jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt sieben Euro. Tickets gibt es online unter www.touristikmesse-niederrhein.eu bereits für fünf Euro. Kinder bis einschließlich zwölf Jahren haben freien Eintritt.