Info-Veranstaltung zur anstehenden Deichsanierung in Rees

Unternehmensflurbereinigung zwischen Rees und Bienen

Mehr als 100 Interessierte kamen zum Info-Abend ins Bürgerhaus Bienen. Foto: privat

REES. Eine Info-Veranstaltung zum anstehenden Unternehmensflurbereinigungsverfahren im Rahmen der Deichsanierung zwischen Rees und Bienen – im sogenannten Planungsabschnitt 3 – hat im Bürgerhaus Bienen stattgefunden.

Die informelle Veranstaltung, welche von dem Dezernat 33 für Ländliche Entwicklung und Bodenordnung der Bezirksregierung Düsseldorf ausgerichtet wurde, diente der frühzeitigen Information der betroffenen Eigentümer und Bewirtschafter von Agrarflächen in einem durch die Bezirksregierung festgelegten etwa 1.000 Hektar großen Flurbereinigungsgebiet.
Das Flurbereinigungsverfahren dient der Bereitstellung von Flächen für die Umsetzung der Deichsanierung. Durch die Sanierung werden die Deiche nicht nur 70 Zentimeter höher, sondern benötigen mit etwa 60 Metern Breite auch doppelt so viel Aufstandsfläche.

Solidarisches Verfahren

Das Verfahren verteilt den dadurch entstehenden Landverlust auf einen größeren Kreis von Eigentümern, sodass die Nachteile nicht nur bei den direkten Deichanliegern verbleiben. Auf Nachfrage erklärte der Deichverband, dass auch bei den vergangenen Deichsanierungen Flurbereinigungen durchgeführt wurden und mit diesem solidarischen Verfahren positive Erfahrungen gemacht wurden.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Holger Friedrich, Geschäftsführer des Deichverbandes Bislich-Landesgrenze, den mehr als 100 anwesenden Interessierten die anstehende Deichsanierung vor. Demnach liegt der Antrag auf Planfeststellung für den rund 5,2 Kilometer langen Deichkörper und der circa 300 Meter langen Hochwasserschutzmauer zur Zeit der Bezirksregierung vor. Der Planfeststellungsbeschluss wird in der ersten Hälfte 2020 erwartet.

Da zur Deichsanierung keine weiteren Fragen gestellt wurden, ergriffen Ralf Wilden und Ralph Merten von der Bezirksregierung Düsseldorf das Wort und erklärten die Verfahrensschritte des anstehenden Flurbereinigungsverfahrens. Im Verfahren werden mit jedem betroffenen Grundstückseigentümer durch das Dezernat 33 einzelne Verhandlungen geführt. Im ersten Quartal 2020 ist die erste formelle Veranstaltung zur Flurbereinigung geplant.