KALKAR. Der Bau der neuen Rettungswache in Kalkar im Gewerbegebiet Ost hat zwar schon begonnen, Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, und Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz ließen es sich aber trotzdem nicht nehmen, den symbolischen ersten Spatenstich vorzunehmen. Die neue Rettungswache soll am 30. Oktober 2020 übergeben werden und die anderen Rettungswachen im Kreis Kleve unterstützen.

„Die neue Rettungswache ist aufgrund der immer mehr werdenden Einsätze nötig. Zurzeit fahren unsere Einsatzkräfte 40.000 Einsätze im Jahr. Das wird in Zukunft noch mehr werden und würde dann nicht mehr zu schaffen sein“, erklärt Spreen und ergänzt: „Deshalb haben wir die Bedarfsplanung angepasst und eine neue Rettungswache, die jetzt in Kalkar entsteht, aufgenommen.“ Gleichzeitig betonte Spreen, dass von dem Neubau nicht nur die Stadt Kalkar, sondern der ganze Kreis Kleve profitiert. „Die Einsatzleute in Kalkar werden Einsätze auch in den anliegenden Ortschaften wahrnehmen, damit sie schnell erreicht werden können.“

Kosten: Zwei Millionen Euro

Die Kosten für den Neubau, die der Rettungsdienst des Kreises Kleve trägt, sind mit zwei Millionen Euro veranschlagt. Auf einem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück Am Oyweg 16 in Kalkar baut die Kreis Kleve Baugesellschaft (KKB) nun im Auftrag des Kreises die Rettungswache. Sie bietet künftig drei Fahrzeugeinstellplätze sowie verschiedene Räume für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Ab November 2020 soll dann ein Rettungswagen (RTW) mit zwei Mitarbeitern dauerhaft in Kalkar stationiert werden. Hinzu kommen zeitweise Auszubildende, die am Kalkarer Standort ausgebildet werden. „Trotz nur einem stationierten Rettungswagen verfügt die Rettungswache Kalkar dennoch über drei Fahrzeugeinstellplätze, damit auch andere Rettungswachen ihre Fahrzeuge abstellen können“, erklärt Ruth Keuken, Pressesprecherin des Kreises Kleve.

Notfall-Ausfahrt zur B57

Die Zufahrt zur Rettungswache erfolgt lediglich über den Oyweg. Damit die Sanitäter schnellstmöglich zu ihren Einsätzen gelangen können, hat Straßen.NRW auf Anfrage des Kreises Kleve eine Ausfahrt bei Einsätzen über die Xantener Straße (B57) in Aussicht gestellt.

„Die neue Rettungswache ist für den ganzen Kreis Kleve ein absoluter Gewinn. Für Kalkar bedeutet sie aber natürlich auch, dass sich die Anfahrtswege verkürzen. Das ist erfreulich“, sagt Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz.