Fit bleiben und viel Spaß haben beim Seniorensport

Edith Scheffer vom SV Sonsbeck kommt wöchentlich ins Gerebernusheim

SONSBECK. 15 Uhr beginnt der Seniorensport montags im Gerebernus-Heim Sonsbeck, doch schon eine Viertelstunde vorher begrüßt Übungsleiterin Edith Scheffer vom SV Sonsbeck viele Teilnehmer, die sich auf den wöchentlichen Sport freuen.

Übungsleiterin Edith Scheffer vom SV Sonsbeck (rechts im roten T-Shirt) vermittelt den Senioren im Gerebernusheim Sonsbeck Freude am Sport.
NN-Foto: Lorelies Christian

Gebracht werden sie von Mitarbeiterinnen im Sozialen Dienst des Hauses, meist von Petra Ris-Dörrer, die ebenso wie Edith Scheffer seit 2013 die Menschen zum Sport motiviert. Die meisten bringen ihren Rollator mit und daher gibt es immer mal wieder „Rollator-Training“, um auf die richtige Haltung und Technik im Umgang mit dem Hilfsmittel aufmerksam zu machen.
Bis zu 19 Personen finden im Tagungsraum Platz. Mit dabei sind auch Leute aus dem Ort, denn selbstverständlich sind auch sie willkommen zu dem offenen Angebot des Sportvereins. Markus Hermsen aus dem Vorstand betont: „Wir spielen nicht nur hochklassig Fußball und überzeugen mit erstklassigen Leistungen bei der Leichtathletik, wir haben viele Angebote für Jedermann, selbstverständlich auch für unsere Senioren.“
Die knapp 79-jährige Gerda Tosner ist eine bewegungsfreudige Dame, die gerne diese Angebote nutzt. „Ich liebe den Sport in der Gemeinschaft. Unsere Übungsleiterin Edith ist die Allerbeste, sie macht mit uns Sitzgymnastik und viele Übungen für Arme, Beine und Rücken. Das hält fit!“, äußert sie ihre Begeisterung.
Alle Blicke richten sich auf die ausgebildete Übungsleiterin und schon geht‘s los mit dem Begrüßungslied „Herschaun, hallo – jetzt fang‘ wir alle an!“ Die richtige Sitzposition einnehmen, aufrichten, Brustbein raus und den Kopf zur Decke strecken, als ob Sie ein Krönchen auf hätten – die Anweisung wird befolgt und es beginnt mit Lockerungsübungen. Die Gewichtsmanschetten hat schon jeder angelegt – je nach Kraft von 250 bis 750 Gramm pro Bein – und nun wird das Kräftigungsprogramm für die Beine absolviert – Heben, strecken, beugen, ab – alle sprechen mit und die erste Reihe mit zwölf Übungen wird im Kutschersitz beendet. „Bei dieser Sitzposition stützt man den Oberkörper auf den Oberschenkeln ab und das erleichtert das Atmen“, erläutert Edith Scheffer.
Kleines Päuschen und die nächste Runde kann beginnen. Edith wandelt den Text auch mal ab: „Heben, strecken, das macht Spaß, heben strecken, wir geben Gas!“
Hochkonzentriert sind alle bei der Sache und der Spaß bei diesem spielerischen Tun ist den Teilnehmern anzumerken.
Im Stehen geht‘s weiter: Arme recken und strecken, Hände ausschütteln, Koordination üben, Gewichtsverlagerungen zur Balanceübung. Sport, der fordert, aber nicht überfordert. Edith Scheffer hat alle Damen und Herren gut im Blick, geht von Teilnehmer zu Teilnehmer, ermuntert durchzuhalten, gibt Tipps, Übungen zu erleichtern und schafft es, alle gut zu motivieren.
Im Sitzen kommt dann noch der Plüschhund „Waldemar“ ins Spiel. Das Bewegungsspiel „Mein kleiner Dackel Waldemar“ lieben die Seniorensportler, verknüpft es doch eine kleine Geschichte mit unterschiedlichen Bewegungen, die zwar einfach nachzumachen sind, aber die man erst einmal behalten muss, damit sie passend zur Geschichte ausgeführt werden können.
Nach 45 Minuten endet die Sporteinheit „Power Fit“ mit einem Getränk und einem kurzen Austausch. Jawohl, alle hatten Spaß und sind in der nächsten Woche wieder mit dabei. Applaus für die Übungsleiterin Edith Scheffer!