Paul Hoene tritt zur Bürgermeisterwahl 2020 an

Mitglied des Wachtendonker Bürgervereins (WBV) kandidiert für das Amt

WACHTENDONK. Mit dem Gedanken, sich für die Bürgermeisterwahl aufstellen zu lassen, hat Paul Hoene schon bei der letzten Wahl vor fünf Jahren gespielt. Jetzt wird es aber konkret.

Das Thema Politik hat den Wachtendonker aber auch damals nicht in Ruhe gelassen. Im März 2018 ist er deshalb dem Wachtendonker Bürgerverein (WBV) beigetreten und ist seit letztem Jahr auch stellvertretendes Mitglied als sachkundiger Bürger im Wahlausschuss der Gemeinde Wachtendonk und Mitglied als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Planung, Liegenschaften und Verkehr: „Nachdem jetzt bekannt gegeben wurde, dass Hans-Josef Aengenendt (Anmerkung der Redaktion: Aengenendt ist derzeitig der Bürgermeister in Wachtendonk, tritt allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an) nicht mehr antritt, war für mich klar, dass ich die Chance jetzt ergreife“, erklärt Paul Hoene. Bis dato ist der 41-Jährige Geschäftsführer der Expert Fachmedien in Düsseldorf und Verlagsleiter der DVS Media. Insgesamt ist er schon seit 22 Jahren im Verlagsgeschäft tätig. Zusätzlich dazu absolviert Hoene aktuell eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Mediator: „Ich glaube, egal was ich in Zukunft machen werde, die Weiterbildung zum Mediator (Anmerkung der Redaktion: ein Mediator ist ein professioneller Konfliktlöser) wird mir überall von Nutzen sein“, so der 41-Jährige.

Besonders am Herzen liegen dem gebürtigen Moerser, der drei Kinder im Alter von vier, zehn und zwölf Jahren hat, die Themen Kinder und Jugendliche: „Ich habe letztens erst gelesen, dass eine hohe Anzahl der Jugendlichen denkt, dass Politiker sich nicht für ihre Belange interessieren. Hier sehe ich einen echten Handlungsbedarf“, erklärt Hoene. Als positive Beispiele für gelungene Projekte für Kinder- und Jugendliche sieht der Wachtendonker zum Beispiel die Weezer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Wellenbrech“ oder auch das Jugendzentrum „JuSt“ Straelen: „Ich glaube, wenn ein Bürgermeister hinter solchen Projekten steht, bringt das schon sehr viel“, so der 41-Jährige.

Seit 2012 engagiert sich Hoene bereits auch im Vorstand des Bewegungskindergartens Gänseblümchen und seit letztem Jahr als Mitglied und Beisitzer im Vorstand der „Freien Realschule Niederrhein“. Auch hier hat Hoene konkrete Vorstellungen: „Wachtendonk braucht einen Schulstandort, weswegen ich auch dem Verein beigetreten bin“, so Hoene. Sollte er als Bürgermeister gewählt werden, wäre er allerdings bereit, die Vorstandspositionen abzugeben: „Als Bürgermeister sollte man schon eine gewisse Neutralität bewahren. Auf Dauer ist es nicht gesund, einen Vereinsvorsitz zu haben.“ Das Wissen, was er sich aber in den letzten Jahren in den jeweiligen Vorständen angeeignet habe, würde aber in seine neue Arbeit mit einfließen.

Aber auch noch andere Punkte sind für den Wachtendonker von Bedeutung: „Ich denke, man könnte mehr zum Thema Bürgerbeteiligung im Rat machen“, erklärt Hoene. Oftmals bestünde für anwesende Bürger nicht wirklich die Möglichkeit, ausreichend Fragen zu stellen. Zudem würde Paul Hoene gerne an den Punkten Transparenz und Digitalisierung arbeiten: „Momentan erscheint zweimal im Jahr eine Bürgerinformation, aber die enthaltenen Informationen sind dann oftmals schon veraltet“, erläutert der Kandidat des WBV. Zum Thema „digitales Rathaus“ hätte der Wachtendonker auch schon einige Ideen: „Wenn Bürger die Bearbeitungszeit online einsehen könnten, wäre das doch toll“, so Hoene.

Aber auch Themen wie die Frage nach den neuen Feuerwehrhäusern beziehungsweise dem Standort der Feuerwehr bewegen Hoene: „Ich finde, wenn Menschen mit solch großem Engagement sich einsetzen, sollte man nicht über ihre Köpfe hinweg Entscheidungen treffen“, so der 41-Jährige. Die nächste Möglichkeit mit Hoene ins Gespräch zu kommen ist am 30. November bei der Nikolausankunft auf der Niers.