Die Pfarrgemeinde St. Marien Kevelaer bietet zu Halloween ein buntes Programm an. Foto: privat

KEVELAER. Es ist Oktober und seit einigen Tagen halten wieder Gruselkostüme, Theaterblut und Kürbisfratzen Einzug in die Geschäfte. Ursprung dieses Grusel-Aufmarsches ist der Aberglaube, dass in der Nacht vor dem Allerheiligenfest die Toten, oder genauer gesagt, die, die zwischen dem Leben auf der Erde und dem Tod „hängen geblieben“ sind, Kontakt zu den Menschen aufnehmen wollen. Diese „Untoten“ gilt es – so der Brauch – zu erschrecken.
„Zum Glück mehren sich die Stimmen, die dieses Treiben eher kritisch beobachten. Es geht uns nicht darum, Spaß zu verderben oder den durchaus dekorativen Kürbis zu verbannen“, so die Meinung der Initiatoren der „Holy-wins-Party“ in Kevelaer. Vielmehr gelte es, den christlichen Kern von Halloween, also den Vorabend von Allerheiligen („all hallows

Die Pfarrgemeinde St. Marien Kevelaer bietet zu Halloween ein buntes Programm an.
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evening“), herauszustellen und zu feiern. Die Christen feiern an Allerheiligen nicht Tod, Angst und Dunkelheit, sondern erinnern sich an die vielen Heiligen, die Jesus Christus nachgefolgt sind. Sie haben Menschen zum wahren Licht des Lebens geführt: zu Jesus Christus. Er hat das Böse, ja selbst den Tod besiegt. Am Abend des Donnerstag, 31. Oktober, wird von der Pfarrgemeinde St. Marien auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm angeboten, in dessen Mittelpunkt spannende Ideen rund um ein christliches Totengedenken und die Verehrung der Heiligen stehen. Die Ausgelassenheit von Halloween und die Ernsthaftigkeit von Allerheiligen müssen kein Widerspruch sein, so die Veranstalter.
Es gibt Angebote für drei verschiedene Zielgruppen, eine Anmeldung ist nicht nötig, der Kostenbeitrag beträgt ein Euro. Auch in diesem Jahr feiern alle drei Gruppen die Vorabendmesse zu Allerheiligen als Familienmesse um 18.30 Uhr in der Beichtkapelle mit.
Die Grundschulkinder treffen sich um 17 Uhr (mit mitgebrachter Schere, Buntstiften und Klebestift) im Petrus-Canisius-Haus. Es erwarten sie dort ein kreativer Workshop, Musik und Spiel, ein Imbiss und viel Süßes. Nach einem Lichtermarsch durch das nächtliche Kevelaer versammeln sich alle zu einem Abendgebet in der Beichtkapelle, das gegen 20.50 Uhr die Feier beendet.
Junge Leute (5. bis zum 9. Schuljahr) treffen sich um 17.30 Uhr vor dem Musiksaal (Amsterdamer Straße), um sich zunächst in der Don-Bosco-Klause zu stärken. Später geht es dann in das Priesterhaus, wo sich der Mutter Teresa-Saal in ein Kino verwandeln wird – Getränke, ein Abendessen und natürlich Süßigkeiten inbegriffen. Nach dem gemeinsamen Abendgebet endet der Abend um 20.50 Uhr.
Auch Jugendliche und Erwachsene sind zur Mitfeier eingeladen. Beginn ist um 17 Uhr. Zunächst  geht es  zu einem stimmungsvollen Abendimbiss ins Hotel „Zum Goldenen Löwen“ (Amsterdamer Straße). Nach der Abendmesse haben die Erwachsenen und Jugendlichen die Wahl zwischen zwei Angeboten: Teilnahme am Lichtermarsch der Grundschulkinder oder der Aufführung des Stummfilms „Die Wallfahrt nach Kevelaer“ in der Basilika (Texte: Dr. Bastian Rütten; Orgelimprovisationen: Elmar Lehnen). Im Anschluss kommen alle Gruppen wieder zum Abendgebet in der Beichtkapelle zusammen, wo der Abend um ca. 20.50 Uhr enden wird.