Neumarkt Emmerich: Schoofs
will „das Leben zurückholen“

Fertigstellung des 20-Millionen-Euro-Projekts soll im Frühjahr 2021 sein

Die Baustelle am Neumarkt in Emmerich. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

EMMERICH. Frühjahr 2021 – so lautet nun das neue Datum für die Fertigstellung der Neumarkt-Bebauung in Emmerich. Investor Josef Schoofs gab dies im Rahmen eines Vortrags mit anschließender Gesprächsrunde auf Einladung des Bürgervereins Emmerich (BVE) bekannt. Zudem betonte er, dass das Projekt „eine Erfolgsstory“ werde.

Knapp 35 der 220 Mitglieder des BVE waren gekommen, um sich über den weiteren Verlauf des Projektes zu informieren. Ein Thema waren die Verzögerungen. Damit hielt sich Schoofs jedoch nicht lange auf. Es sei nun mal ein schwieriges Projekt, das sich lange Zeit niemand getraut habe anzupacken und das seine Zeit brauche. Und Verzögerungen seien bei einem Vorhaben dieser Größenordnung kaum zu vermeiden. Weiter sagte Schoofs, dass „schlechte Stimmung“ aus der Emmericher Politik komme, während die Verwaltung stets ein guter Partner gewesen sei.

Edeka verhandelt mit weiteren Mietern

Investor Josef Schoofs stellte den interessierten Mitgliedern des BVE die weiteren Neumarkt-Pläne vor.
Foto: privat

Viel lieber beschäftigte sich Schoofs mit der Zukunft am Neumarkt in Emmerich. Was die Gewerbeflächen im Erdgeschoss betrifft, bestimmt hier die Edeka Rhein-Ruhr. Klar ist, dass Edeka Brüggemeier auf 1.750 Quadratmetern (Verkaufsfläche 1.200 Quadratmeter) einen Markt betreibt. Zu den Mietern der beiden weiteren Flächen (850 und 600 Quadratmeter) verwies Schoofs auf die Zuständigkeit von Edeka. Als Kandidaten nannte er Action und Futterhaus, auch Rossmann sei möglich. Gerüchte, nach denen die Gespräche mit Action über eine Anmietung gescheitert seien, wurden seitens Edeka Rhein-Ruhr weder bestätigt noch dementiert. Woher solche Aussagen kommen, wisse man auch nicht, man gebe derzeit aufgrund laufender Verhandlungen keine Stellungnahmen ab. Diese gebe es dann „zu gegebener Zeit“.

In den drei Obergeschossen, die einen großen Dachgarten umschließen, der öffentlich zugängig sein soll, sollen 60 Mietwohnungen entstehen. Die Mietpreise sollen bei „ortsüblichen“ acht bis neun Euro pro Quadratmeter liegen. Neben 80 Parkplätzen im Außenbereich am Neumarkt in Emmerich bietet eine Tiefgarage weitere 80 Stellplätze, für Anwohner gibt es eigene Stellplätze.

Nächste Schritte: Baukran und Bodenplatte

Schoofs kündigte an, dass in der kommenden Woche der Baukran errichtet werde. Auch die Bodenplatte soll bald gegossen werden. Dann rollen die Betonmischer an. Diese sollen auf dem ehemaligen Gelände von Wemmer & Janßen aufgereiht werden, bevor sie zum Neumarkt fahren. „Da wird noch einiges an Baustellenverkehr in den schmalen Straßen auf uns zukommen“, ahnt Paul Münchrath, Vorstand und Pressesprecher des BVE. Allerdings werde es laut Schoofs auch nach Fertigstellung des Neubaus noch Lkw-Verkehr rund um den Neumarkt geben, wenn Waren für die Geschäfte angeliefert werden. In jedem Fall, so versicherte Schoofs, werde auf dem Neumarkt eine attraktige Bebauung entstehen, die die Menschen anlockt und die Möglichkeit bietet, Waren frisch einzukaufen, auch ohne Pkw. „Wir werden das Leben am Neumarkt zurückholen“, sagte Schoofs.

BVE-Vorstand Münchrath sagte als Fazit des Abends: „So, wie es auf den Bildern zu sehen war, wird das neue Objekt eine echte Bereicherung für Emmerich. Mit der hellen Klinkerfassade dürfte es sich in die Umgebungsbebauung gut einfügen.“

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