Kalkarer Clean Day: Kalkar sammelt Müll

Zum neunten Mal findet am 12. Oktober der „Kalkarer Clean Day“ statt

KALKAR. „Unser Erfolg ist es nicht, wenn wir viel Müll gesammelt haben. Eigentlich sind wir viel glücklicher, wenn wir kaum Müll aufsammeln mussten“, sagt Harald Münzner von der Stadt Kalkar. Grundsätzlich sei die Nicolaistadt vorzeigbar sauber. Ein paar schwarze Schafe gebe es aber trotzdem, die ihren Müll einfach auf die Straße werden. Der mittlerweile neunte „Kalkarer Clean Day“ am Samstag, 12. Oktober, ab 9 Uhr soll vor allem das Bewusstsein dafür schärfen, die Umwelt sauber zu halten.

Die Stadt Kalkar, Organisatorin Elke Adler (2.v.l.) und Annette Raadts (2.v.r.) hoffen auf viele fleißige Helfer beim neunten „Kalkarer Clean Day“. NN-Foto: SP

Bei der bundesweiten Aktion „Rhein Clean Up“, an der kürzlich auch die Stadt Kalkar teilgenommen hat, kamen nur wenige Müllsäcke zusammen. „Es waren aber immer noch vor allem Getränkedosen oder Pfandflaschen, die einfach arglos weggeworfen worden wurden“, sagt Elke Adler. Sie hat vor fünf Jahren den „Kalkarer Clean Day“ ins Leben gerufen. Seitdem kommen im Frühjahr und Herbst viele fleißige Helfer zusammen, um den Ortskern und auch die Ortsteile sauberer zu machen.

Kalkarer sei zwar auf dem ersten Blick nicht dreckig, „aber gerade an Bushaltestellen oder in Hecken am Wegesrand findet man häufig sehr viel Müll“, sagt Adler. Der „Clean Day“ sei zum einen dazu da, diesen Müll aufzusammeln und damit zu beseitigen, zum anderen aber auch um nochmals darauf Aufmerksam zu machen, dass der Müll in die Mülltonne und nicht auf die Straße gehört. „Wenn man in die akkuraten Vorgärten schaut, sieht man dort keinen Müll. Zuhause wirft wahrscheinlich auch niemand seinen Müll einfach so irgendwo hin, aber sobald den Leuten das Stück Land nicht gehört, sind viele weniger aufmerksam und schmeißen ihren Müll einfach irgendwo hin. Dann interessiert es sie nicht mehr“, meint Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz.

Annette Raadts, die den „Kalkarer Clean Day“ unterstützt, hat noch eine andere Beobachtung gemacht. „Eine Aktion könnte eigentlich auch lauten: Fenster zu. Denn viele Autofahrer schmeißen ihren Müll einfach aus dem Fenster, nur um ihn loszuwerden“, hat Raadts beobachtet.

Am Samstag, 12. Oktober, möchte die Organisatoren um Elke Adler nun möglichst viele mobilisieren, die Stadt Kalkar ein Stück sauberer zu machen. Um 9 Uhr trifft sich die Gruppe auf dem Marktplatz in Kalkar und verteilt Materialien wie Müllsäcke und Greifer. Wer Handschuhe hat, darf diese gerne mitbringen. „Niemand muss sich zuvor anmelden. Die Schwelle, mitmachen zu können, ist somit sehr gering“, sagt Münzner. Es ist auch nicht verpflichtend, erst zum Marktplatz zu kommen. „Jeder kann auch direkt vor seiner Haustür loslegen – gerne auch schon am Freitagabend“, sagt Raadts. Wie lange jeder Müllsammeln möchte, sei außerdem jedem selbst überlassen. Gegen 12 Uhr sollen alle Sammler aber auf dem Marktplatz in Kalkar zusammenkommen, um ihren gesammelten Müll zur weiteren Verarbeitung übergeben zu können.