Carina Bürgers
Carina Bürgers mit Mann Christian, Tochter Frida und Sohn Michel vor den Verkaufsautomaten ihrer Markthütte. NN-Foto: Thomas Langer

RHEURDT. Ein großer Hof, eine lange Familientradition und eigene Ideen. Das sind beste Voraussetzungen für die WDR-Sendung „Land und Lecker“. Das dachten sich wohl auch die Macher und klopften bei Carina Bürgers und ihrer Familie an, um sie für die Sendung ins Boot zu holen – oder eher in den Trecker. Das Motto: „Alte Höfe, neue Wege“.

Es ist eine beeindruckende Familientradition: Den Hof, der seit jeher in Familienbesitz ist, gibt es bereits seit 1786. Momentan leben drei Generationen unter einem Dach: Carina mit Mann Christian, Sohn Michel, Tochter Frida und ihre Schwiegereltern Karl und Maria Bürgers.

Alle Höfe werden jeweils in einem Portrait vorgestellt. Zusätzlich besuchen sich die sechs Landfrauen und verbringen an jedem Ort einen Tag, um sich Land und Hof anzuschauen. Zusätzlich lassen sie sich von der Gastgeberin ein zum Herbst passendes Essen kredenzen.

Eine besondere Erfahrung

Als erste der sechs Damen war Bürgers an der Reihe, deren auf Milchvieh spezialisierter Hof circa 270 Kühe umfasst. Die gelernte Brauerin bringt ein wenig Fernseherfahrung mit, wurde sie doch früher bereits einmal bei ihrer Arbeit für König Pilsener begleitet. Dieses Mal waren die Dreharbeiten aber umfangreicher: Drei Drehtage gab es für das Hofportrait, zwei für das Dinner mit allen Vorbereitungen. „Da gehört einiges zu, bis 45 Minuten im Kasten sind“, weiß Bürgers.

„Wir alle empfanden den Dreh als sehr positiv. Es ist halt eine besondere Erfahrung, vor einem Fernsehteam zu arbeiten“, erzählt Bürgers. „Gefilmt wurden die täglichen Arbeiten, die hier anfallen. Alle wurden befragt, es ging um drei Generationen“,fasst Bürgers zusammen.

Christian Bürgers leitet den Hof seit zwei Jahren und ist froh über das Erlebnis: „Wir sind ziemlich blauäugig darangegangen, aber es war ein super Team und eine tolle Erfahrung. Wir wollten aber auch zeigen, wie die Landwirtschaft wirklich ist. Wie es ist, mit der Familie auf einem Hof zu leben, damit die Leute einen wahren Einblick haben.“

Besonders stressig wurde es am Tag des Dinners: Von morgens 9 bis nachts um circa 0.30 Uhr dauerte der Dreh. Während die Gäste auf dem Hof waren, sowie den Kräutergarten Kloster Kamp besuchten, bereitete Carina Bürgers mit ihrer Schwiegermutter Maria das Drei-Gänge-Menü vor, das im Zeichen des Bieres stand. Als Vorspeise servierte sie ein selbstgebackenes Bierbrot, im Hauptmenü einen in Bier eingelegten Rinderbraten mit Parmesankartoffeln und zum Nachtisch ein Joghurt-Heidelbeer-Dessert, gemacht aus frischer Milch des hauseigenen Stalles.

Eine gute Zeit hatten alle Teilnehmerinnen, nicht nur in Rheurdt: „Es hat Spaß gemacht.Die Frauenrunde versteht sich gut“, erklärt Bürgers sichtlich gut gelaunt. „Es sind ganz unterschiedliche Leute und Betriebe. Jeder brennt dafür.“

Neue Ideen für den traditionsreichen Hof

Ebenfalls Thema war die Martkhütte der Familie, deren Hof samt Hütte mitten im Ort steht. „So kam die Idee unseres zweiten Standbeins, der Markthütte. Wir wollten die Ortsmitte zum Vorteil nutzen“, erzählt Bürgers. Passend zum Motto der Sendung bietet die Familie so sieben Tage die Woche rund um die Uhr regionale und saisonale Lebensmittel an. Über Automaten können etwa Obst, Grillfleisch oder Milch gekauft werden. Einen Nachteil hat die Familie aber doch spüren müssen: Drei Mal wurde der Automat bereits aufgebrochen, um an das Geld zu kommen.

Wer sich vom Bürgershof und dem Ergebnis des Drehs ein Bild machen möchte, kann am Montag, 14. Oktober, um 20.15 Uhr den WDR einschalten.