Denise Müser
Denise Müser wurde von Schulrätin Angelika Platzen und Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt als neue Schulleiterin begrüßt. NN-Foto: Thomas Langer

WACHTENDONK. Denise Müser trat jetzt als Nachfolgerin von Gudrun Herrmann die Stelle als Schulleiterin der Michael-Grundschule in Wachtendonk an. Begrüßt wurde sie durch ihre Kolleginnen, Schulrätin Angelika Platzen und Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

„Als Kind wusste ich schon, ich werde Grundschullehrerin“, erzählt Müser. Dabei merkt man ihr an, dass der Job eine Berufung für sie ist. Die 37-Jährige hat ihr Referendariat 2008 beendet und war zuletzt seit 2016 Konrektorin an der Katharinengrundschule Straelen-Herongen.

Der anschließende Weg zur Leiterin der Michael-Schule war allerdings kein leichter. Um die passende Stelle zu finden, half ihr Platzen. „Wir standen diesbezüglich schon lange im Austausch“, verrät Müser, deren Wunsch, Rektorin zu werden, schon eine ganze Zeit feststand. Als die anstehende Pensionierung von Gudrun Herrmann bekannt wurde, bewarb sie sich schließlich schon im Vorfeld. „Sie war überhaupt nicht zu bremsen und hakte im-mer nach“, erzählt Platzen mit einem Lachen.

2018 hat sich Müser in Dortmund auf der Deutschen Akademie für Pädagogische Führungskräfte weitergebildet. Von ihrem eigenen Geld zahlte sie die 14 Seminare für die Schulleitungsqualifizierung, für die es nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen gibt.

2019 folgte schließlich das Eignungsfeststellungsverfahren. Die zwei Tage im Assessment-Center in Soest bestand Müser mit Bravour und war damit bereit für eine Stelle als Schulleiterin.

Kleinere Schule mit kürzeren Wegen

Im Vergleich zu ihrer neuen Schule war die alte ein ganzes Stück größer. „Ich habe dort viel gelernt, was Organisation und Management angeht“, sagt Müser. „Aber ich freue mich auf die kleine Schule. Ich mag diese kleine Runde“, erzählt sie. Dabei will sie auf Kommunikation und Transparenz setzen, auch bei den Eltern. „Wichtig ist mir das Geradeheraus“, betont sie.

Auch der Weg zu den Kindern sei ihr wichtig. Zum Kennenlernen hat sie deshalb ihr Klassentier mitgebracht: die gelb-rote Raupe Rita. Die kleinere Schule hat hier einen weiteren Vorteil: Die Kinder lernen sie schneller kennen. Überhaupt: „Man ist schneller an den Kollegen dran. Die Wege sind kurz und die Schülerzahl ist übersichtlicher“, erklärt Müser.

Die neue Rektorin setzt ebenfalls auf Modernität. „Ich bin eine Freundin von Digitalisierung“, verrät sie und lobt dabei die Ausstattung der Schule. Und die fällt mit einem Smartboard für jeden Klassenraum großzügig aus. Sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerebene soll zukünftig stärker auf Digitalisierung gesetzt werden. Aber bevor neue Ideen umgesetzt werden, muss ein Überblick her: „Ich möchte erst einmal ankommen und mir ein Bild machen“, sagt Müser.

Nach den Herbstferien unterrichtet sie auch wieder Mathematik und katholische Religion, neben ihren Aufgaben in der Verwaltung. „Es gehört auch zu den Pflichtaufgaben eines Schulleiters, zu unterrichten“, verrät sie.

Gute Zusammenarbeit im Kollegium

Glücklich ist sie auch über den warmen Empfang durch ihre Kolleginnen: „Ich bin froh, dass das Team so gut zusammengearbeitet und mir einen solchen Empfang bereitet hat.“ Vor einer besonderen Aufgabe stand das 14-köpfige Kollegium, seitdem die Stelle ab August nicht besetzt war. Mit zusätzlicher Unterstützung durch Sebastian Bödeker, dem Leiter der St. Petrus-Grundschule in Aldekerk, konnten die Lehrerinnen selbst das Fehlen einer Schulleiterin gekonnt ausgleichen.

„Ich freue mich, dass es so schnell gegangen ist“, sagt Aengenendt über die schnelle Besetzung der Stelle und fügt hinzu: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“

Auch Platzen richtet mit einem Lächeln einige Worte an Müser: „Ich wünsche Frau Müser ein gutes Händchen, aber bremsen Sie sich auch ein bisschen.“ Sie lobt nicht nur ihr strukturiertes Arbeiten, sondern hat generell vollstes Vertrauen: „Ich habe keine Bedenken, dass das hier gut funktionieren wird.“