Barbara Ruscher ergänzt ihr politisches Kabarett mit Gesang und Klavierspiel.Foto: Guido Schroeder

KEVELAER.Als „Kommödchen von Kevelaer“ bezeichnet Veranstalter Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein seine Reihe „Kabarett unter‘m Dach“ im Forum der öffentlichen Begegnungsstätte Kevelaer. Er meint damit die besondere Atmosphäre des Spielorts. Besucher sitzen hier an kleinen Bistro-Tischen, auf denen eine Kalt-Getränk steht, gerne auch kleine Knabbereien. Das Licht ist gedämpft, die Künstler auf der Bühne scheinen zum Greifen nah. So ist es gut, so soll es bleiben. Auch nach 28 Jahren, auch in der Saison 2019/2020.
Und immer an der Seite von Bruno Schmitz unter‘m Dach ist Stefan Reudenbach. Der Leiter der öffentlichen Begegnungsstätte Kevelaer kümmert sich bei den Veranstaltungen um die Technik, die Bestuhlung, das Catering für die Künstler, den Ausschank….. Als „süße kleine Erfolgsgeschichte“ bezeichnet Reudenbach die 28 Jahre „Kabarett unter‘m Dach in Kevelaer“. Gerne erinnert er sich an die Auftritte von noch unbekannten Künstlern, die heute einen großen Namen in der Kabarettszene haben.

Gernot Voltz tritt am Montag, 23. September, 20 Uhr, unter‘m Dach in Kevelaer auf. Foto: hagenwillsch.de

Einige sind im neuen Programm von Bruno Schmitz zu finden. Beispielsweise Gernot Voltz. Mit seinem Programm „Die Kunst bei sich zu bleiben, ohne aus der Haut zu fahren“ gastiert er am Montag, 23. September, 20 Uhr, unter‘m Dach. Auf seiner pointenreichen Spurensuche begegnet er dabei dem demokratie-verdrossenen Politiker mit geistiger Hohlraum-versiegelung genauso wie einem singenden Eierkocher. Gernot Voltz war regelmäßig zu Gast bei „Stratmann’s“ (WDR Fernsehen), gestaltet seit vielen Jahren zusammen mit Wilfried Schmickler die WDR5 – Hörfunksendung „Hart an der Grenze“ in der Viller Mühle Goch. Mit seinem Kabarett-Kollegen Bruno Schmitz war er zehn Jahre unterwegs als Duo „Laut und Lästig“.Die Kabarettistin Barbara Ruscher tritt am Montag, 28. Oktober, 20 Uhr, unter‘m Dach auf. Sie schreckt in ihrem Programm „Ruscher hat Vorfahrt“ vor keinem Thema zurück und geht „erfrischend gut“ mit viel Charme und satirisch intelligentem Biss gesellschaftsaktuellen Fragen nach. Ökologische Themen sind ihr Steckenpferd. Ruscher bietet „intelligente Unterhaltung zwischen gesellschaftspolitischem Kabarett und Stand-Up-Comedy“.
Sollte das Forum der öffentlichen Begegnungsstätte Kevelaer einmal nicht ausreichen, weicht Bruno Schmitz ins benachbarte Kevelaerer Bühnenhaus aus. So auch beim Auftritt des Ensembles der Springmaus, das am Freitag, 13. Dezember, 20 Uhr, dort „Merry Christmaus – Auf die Tanne, fertig, los!“ spielt. Auf außergewöhnliche und einzigartige Weise stellen die Akteure des bekanntesten Improvisationstheaters Deutschlands auch in diesem Jahr das Weihnachtsgeschehen den Kopf.
Mit Wilfried Schmickler erleben die Zuschauer am Freitag, 24. Januar 2020, 20 Uhr, den wohl „größten politischen Kabarettisten Deutschlands“, so Bruno Schmitz. Der vielfach ausgezeichnete Schmickler kommt mit seinem Programm „Kein Zurück“ ins Bühnenhaus. Deutschland im Aufbruch! Wo geht es hin? Wer darf mit? Und vor allem: wann geht es endlich los? Doch: es gibt kein neues Leben im Alten und es gibt kein trautes Heim im untergegangenen Reich. Es gibt kein Zurück.
Der nächste Große der Kabarettszene Jürgen Becker würde mühelos das Bühnenhaus füllen. Doch für die Vorpremiere seines neuen Programms „Die Ursache liegt in der Zukunft“ wählt er das Forum unter‘m Dach der Begegnungsstätte. Jürgen Becker holt die Zuschauer unter eine warme Decke. Dort wird genau recherchiert, was die Welt zusammenhält, wenn sie auseinander fällt und wie es sich für alle so richtig rechnet, sie jetzt zu retten. Sein Humor lüftet durch, hält das Zeitfenster auf Kipp und macht den Chancen Avancen. Man geht nach Hause und denkt: Da geht noch was!
„Das Ende der Bescheidenheit“ verkündet Anka Zink, einstiges Mitglied der Ensembles des Kommödchens und der Springmaus, am Montag, 13. März 2020, in der Begegnungsstätte. Für Bescheidenheit und Zurückhaltung ist in Zeiten der Selbstinszenierung keine Zeit mehr. Es wird immer wichtiger wichtig zu sein, sonst kommt man unter die Räder. Sie haut mit tadellosen Provokationen kräftig auf den Putz.
Mit neuem Programm treten am Montag, 23. April, 20 Uhr, zwölf Mitglieder der legendären Kölner Stunksitzung im Bühnenhaus Kevelaer auf. Sie präsentieren Kabarett-Highlights und Lieder aus vielen Jahren der Stunksitzung. Die Livemusik kommt von Josef Piek und Christoph Stupp.
„Willkommen in der Rettungsgasse“ sagt Christoph Brüske, Wortjongleur und ausgebildeten Sänger, mit seinem satirischen Notdienst am Montag, 8. Juni, 20 Uhr, im Forum der Begegnungsstätte. Brüske misch Polit-Kabarett und Musikeinlagen aufs Köstlichste. Und seziert dabei die Wutbürger am rechten und linken Rand. Und auch die vermeintlichen Rettungskräfte bringt er in eine stabile Seitenlagr.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich an folgenden Stellen: im Service-Center Kevelaer, Peter-Plümpe-Platz 12, Telefon: 02832/122152 sowie online unter www.ADticket.de.