Wallace
Charles Quiggin gibt Einblicke in das das Bühnenbild des neuen Musicals „Wallace“. NN-Foto: Dickel

DUISBURG. Seit seiner Gründung steht das Theater am Marientor (TaM) dem Musical-Genre Nahe. So war dort zum Beispiel von 1996 bis 1999, das Musical Les Misérables zu Hause. Mit der neuen Eigenproduktion „Wallace“ soll das TaM nun wieder auf die Landkarte des Musicals gesetzt werden.

In den letzten Jahren ist der Musicalwahn der Duisburger Bühne ein wenig ausgeklungen. Mit der Weltpremiere des Musicals „Wallace“ am 14. November soll das goldene Zeitalter wieder herbeigerufen werden. „Das Theater soll nachhaltig auf die Musicallandschaft zurückkehren“, berichtet Wolfgang DeMarco, welcher für die Liedtexte des neuen Musicals verantwortlich ist und fügt hin zu, „‚Wallace‘ ist in jeder Hinsicht auf Broadway Niveau“. Mit 13 Musikern, die Live aus dem Orchestergraben spielen, wird das Theater „zurück in die guten alten Zeiten des Musicals geführt“, so der Texter.

Zum Erfolgsrezept dieser aufwendigen Produktion gehöre auch das von Charles Quiggin konzipierte Bühnenbild, welches Dienstag der Presse vorgestellt wurde. Der Engländer hatte zuvor unter anderem international an Produktionen der Musicals Jesus Christ Superstar, Aida, Aladdin, Les Misérables, Cabaret und Rent gearbeitet. An dem Bühnenbild der Duisburger Produktion, welche die Geschichte des Schottischen Freiheitskämpfers William Wallace erzählt, arbeite er schon seit sechs Monaten. Am dritten und letzten Modell zeigt er die drei Hauptwelten, die der Geschichte als Setting dienen.

Eine Reise durch Frankreich, England und Schottland

Quiggins nimmt das Publikum mit auf eine Reise quer durch Europa: vom dekadenten, einer gotischen Ästhetik nachempfundenen, Englischen Königshof geht es in die opulenten, dekorativen, mit Fleur de Lys geschmückten Innenräume des Französischen Adels bis hin in die atemberaubende Natur Schottlands. Die gewaltigen Bühnenbilder, wie zum Beispiel ein massiver, auf gewaltigem Fels stehender Baum, der je nach Jahreszeit mit anderer Farbe und Fülle gestaltet wird, können auf einer Drehbühne bewegt werden.

Dieses Szenenbild wird ebenfalls einen elementaren Bestandteil im Musical „Wallace“ haben. NN-Foto: Dickel

Überhaupt ist es bei der Konzipierung eines Bühnenbildes wichtig die Übergänge und notwendigen Dekorwechsel zu bedenken: „Bei ‚Wallace‘ wird während der Aufführung über 20 Mal das Bühnenbild gewechselt, deshalb müssen die Übergänge von einem zum nächsten schnell und flüssig möglich sein“, schildert Quiggin. Für eine der beiden Schlachten des Stücks sollen 300 goldene Pfeile vom Himmel regnen. Wie das genau passiert, soll noch nicht verraten werden: „Diese Schlachtszenen werden besonders beeindruckend sein“, so Quiggin.

Ein bisschen müssen sich die zukünftigen Zuschauer also noch gedulden, um alle Details des Musicals zu erfahren. Das Fazit zum Zwischenstand ist aber durchweg positiv. Ob nun Bühnenbau, Choreographie oder Gesang, Wallace verspricht eine unumgängliche Erfahrung in der deutschen Musicallandschaft zu werden. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite www.wallace-musical.com.