Fleißig proben die Schüler für die große Aufführung am Ende der Woche. NN-Fotos: Theo Leie

ISSUM. Achtung, Manege frei für die kleinen Künstler der Brüder-Grimm-Schule: In nur einer Woche haben sich die 207 Schüler zu echten Zirkuskünstlern entwickelt und bieten eine atemberaubende Show.

Zu aller erst war es aber Aufgabe der Lehrer und Eltern bei einer Trainerakademie alles über die verschiedenen Bereiche des Zirkus zu lernen: „Einige Eltern haben sich dafür sogar extra eine Woche Urlaub genommen“, berichtet Christel Münster, Rektorin der Brüder-Grimm-Schule. Alles was die Lehrer und Eltern im Vorfeld gelernt hatten, durften die Kinder zu Beginn der Zirkuswoche bestaunen, um so einen ersten Eindruck in die Zirkusarbeit zu bekommen. Für Zirkusdirektor Birger Koch ist diese Art der Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern sehr wertvoll: „Im Prinzip ist es nicht nur eine Veranstaltung für die Kinder, sondern ein Teamevent“, so Koch. Nicht nur die Schüler kommen so in den Genuss einer Zirkuswoche, sondern eben auch Lehrer und Eltern.

Drittes Mal Zirkus an der Brüder-Grimm-Schule

Eins, Zwei, Drei und schon stehen zwei der Schüler auf den Beinen der anderen.

Bereits zum dritten Mal ist der Zirkus „Soluna“ in der Brüder-Grimm-Schule zu Gast: „Wir versuchen das alle vier Jahre den Kindern zu ermöglichen“, erklärt Münster. Damit die Finanzierung klappt, haben sowohl die Schüler als auch die Lehrer und Eltern alles gegeben: „Wir haben einen Sponsorenlauf veranstaltet, beim Ostermarkt Sachen verkauft und beim Zirkus werden gebrannte Mandeln und Popcorn angeboten“, so die Rektorin. Falls es dennoch zu einem finanziellen Engpass kommen würde, würde der Förderverein der Schule einspringen.

Dass das Projekt für alle enorm viel Spaß mitbringt, zeigt sich bei den Proben, die die verschiedenen Gruppen, in die die Kinder eingeteilt wurden, veranstalten. Hier können die Schüler nicht nur ihren Mitschülern vorab ihre einstudierten Nummern zeigen, sondern auch schon mal etwas Manegenluft schnuppern. Zu sehen gibt es dabei allerhand: Auf Leitern klettern mutige Schüler und zeigen eine tolle Akrobatikleistung. Auch eine menschliche Pyramide darf natürlich bei den Akrobaten nicht fehlen. Aber auch ein Zauberkünstler gehört zum Zirkus natürlich dazu. Bei einer Nummer in der Höhe halten sich einige Mädchen die Hände vor den Augen und können kaum hinsehen. Wahnsinn, was die kleinen Künstler in so wenigen Tagen alles gelernt haben. Den großen Endaufführungen steht jetzt nicht mehr viel im Weg.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann zu einer der vier Vorführungen am Freitag, 28. Juni, um 15 und 17 Uhr und am Samstag, 29. Juni, 11.30 und 14 Uhr zur Brüder-Grimm-Schule kommen. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei und für Kinder einen Euro.