Kerkener schreibt Fantasyroman

Deutsch- und Geschichtslehrer Christian Brune-Sieren veröffentlicht Roman „Zwischen zwei Welten“

KERKEN. Teklogia oder Nurmana? Beides sind fiktive Welten, die durch ein magisches Portal miteinander verbunden sind und deren Bewohner sich gegenseitig bekriegen. Eine, die nicht weiß, was sie von all dem halten soll, ist die 16-jährige Emelie. Wird am Ende eine der beiden Welten gewinnen? Und wird Emelie dem Rätsel ihrer eigenen Herkunft auf die Spur kommen?

Zwischen zwei Welten
Christian Brune-Sieren mit seinem Erstlingswerk.   NN-Foto: Dickel

Die Idee zu dem Social Fantasy Roman hatte der Kerkener Christian Brune-Sieren bereits vor einigen Jahren. Bis das gedruckte Buch in seinen Händen lag, verging allerdings noch etwas Zeit, schließlich hatte der Deutsch- und Geschichtslehrer meist nur abends Zeit, um die Geschichte weiter zu schreiben: „Sehr von Vorteil war es, dass mich zwei meiner ehemaligen Schülerinnen, Michelle und Marlene, beim Roman unterstützt haben. Sie haben die einzelnen Kapitel immer gelesen und forderten auch schnell Nachschub“, so Brune-Sieren lachend.

So konnte der 42-Jährige nicht nur überprüfen, ob der Roman beim Zielpublikum ankommt, sondern hatte gleichzeitig einen Grund, zügig weiterzuschreiben. Von Anfang an war es für Brune-Sieren wichtig, einen Roman zu schreiben, der sowohl ihm, als auch seinen Schülern gefällt: „Meistens gibt es ja nur zwei Sorten von Büchern: Jene, die auf dem Lehrplan stehen und die Lehrer gut finden und jene, die Schüler gut finden. Das wollte ich ändern.“ Ein Jahr hat es am Ende gedauert, bis der gesamte Roman fertig war und es ans Überarbeiten ging.

Durch Fantasy-Wettbewerb Möglichkeit zu vereinbaren

Als Brune-Sieren den Roman 2018 fertiggestellt hatte, wurde er durch Zufall von einer Autorenkollegin auf einen Fantasy-Schreibwettbewerb von Tolino aufmerksam gemacht. Unter 180 Einsendungen schaffte es der Aldekerker auf die Toplist mit den 30 besten Beiträgen: „Am Ende hat es zwar nicht für den ersten Platz gereicht, aber ich bekam die Möglichkeit, meinen Roman bei Tolino zu veröffentlichen“, so Brune-Sieren. Dieses Angebot nahm der Autor an und veröffentliche im November letzten Jahres sein Buch.

Die seine Arbeit als Lehrer bekam der Aldekerker ein Gefühl dafür, welche Themen für Jugendliche aktuell sind und verabeitete diese in dem Social Fantasyroman: „Es geht zwar um fiktive Fantasywelten, aber dort herrschen Problemen aus der realen Welt“, erläutert Brune-Sieren. So spielen zum Beispiel die Themen Daten, Manipulation und das Finden eines eigenen Weges eine wichtige Rolle in dem Roman. Auch die Personen wurden von dem 42-Jährigen mit Bedacht gewählt: „Ich wollte eine weibliche Protagonistin, um den Leserinnen die Möglichkeit zur Identifikation zu geben. Die Protagonistin, Emelie, ist anfangs etwas naiv, aber gerade das macht sie realistisch und nahbar.“

Brune-Sieren arbeitet bereits an Fortsetzung

Seit vier Monaten ist der Roman jetzt erhältlich und Brune-Sieren sitzt bereits an einer Fortsetzung: „Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, lässt aber trotzdem Raum für eine Fortsetzung“, so der Autor. Diese Fortsetzung wurde auch bereits von einigen Lesern eingefordert: „Bisher ist das Schreiben lediglich ein Hobby, das zu positivem Feedback führt“, erklärt Brune-Sieren. Gerade die positven Rezensionen im Internet zeigen dem Lehrer aber, dass er mit der Thematik auf das Interesse seiner Leserschaft gestossen ist.

Irgendwann würde der Aldekerker auch gerne Mal einen historischen Roman schreiben. Bisher ist dieses Vorhaben aber schlicht an der Zeit gescheitert: „Für eine Seite braucht man mitunter eine Woche Recherche“, so Brune-Sieren und fügt hinzu, „dafür fehlt mir einfach die Zeit.“ Deshalb bleibt er im Moment erstmal im Fantasy-Genre.

Inhalt
Der Roman spielt in zwei fiktiiven Welten, Teklogia und Nurmana. Die Protagonistin Emelie wächst in Teklogia in einem Heim auf, weil sie von ihren Eltern verlassen wurde. Die technikbasierte Welt Teklogie drängt die magischen Welt Nurmana nach und nach ab, weswegen ein Krieg zwischen beiden Welten entsteht. Im Laufe des Roman schlägt sich Emelie auf die magische Welt durch und erfährt dort, warum ihre Eltern sie allein gelassen haben. Am Ende kommt es zu einem großen Kampf zwischen dem Herrscher der Technokraten und Emelie, bei dem sie eine unerwartete Erkenntnis macht.