Aus für den Lions-Weihnachtsmarkt

Benefizveranstaltung am Schlösschen Borghees nach 18 Jahren eingestellt

Aus für Lions-Weihnachtsmarkt
Nicht mehr zu retten: Klaus Hegel, Alex Reinhart-van Gülpen, Heiner van Bebber und Klaus te Laak (v. l.) gaben das Ende des Lions-Weihnachtsmarktes bekannt. NN-Foto: MB

EMMERICH. Nach 18 Jahren und rund 200.000 Euro Einnahmen für den wohltätigen Zweck hat der Lions-Club Emmerich-Rees in dieser Woche beschlossen, seinen Weihnachtsmarkt am Schlösschen Borghees mit sofortiger Wirkung einzustellen. Dies gab der Club am Donnerstagnachmittag bekannt.

Die Entscheidung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montagabend „ist uns sehr schwer gefallen“, versicherte Clubsekretär Klaus Hegel. Lions-Präsident erläuterte weiter: „Wir haben lange und kontrovers diskutiert. Leider haben sich in den vergangenen Jahren die Bedingungen für die Veranstaltung gravierend verändert.“ Letztlich hätte eine Vielzahl von Gründen zum Aus für den Weihnachtsmarkt geführt.

Unter dem Motto „Helpe met Pläsir“ habe man anderen Menschen helfen und eine Veranstaltung organisieren wollen, „die unseren Mitgliedern und allen Gästen Spaß macht“, sagte Organisator Klaus te Laak. Dies habe in den Anfangsjahren auch immer geklappt, doch in den vergangenen Jahren seien unter anderem „die Kosten explodiert. Wir konnten keinen vernünftigen Überschuss mehr erzielen.“ Auf 8.000 bis 10.000 Euro beliefen sich die Ausgaben in den vergangenen Jahren.

„Konnten Niveau nicht mehr halten“

Weiter sei der bürokratische und organisatorische Aufwand immer größer geworden und die Suche nach Ausstellern zunehmend schwieriger. „Es gab immer mehr Aussteller, die sagten, dass sich der Aufwand für sie nicht mehr lohne“, erläuterte Hegel. Dies liege zum einen an der Wetterabhängigkeit des Weihnachtsmarktes, zum anderen an der hohen Zahl vergleichbarer Veranstaltungen. Der Umstand, dass der Markt an nur einem Tag stattgefunden hat, sei ebenfalls für so manchen Aussteller ein Ausschlusskriterium gewesen. „Letztlich schaffen wir es nicht mehr, das Qualitätsniveau zu halten, das wir bieten wollen“, berichtete te Laak. „Und wir wollen keine Weihnachtskirmes organisieren“, sagte van Bebber.

Das absolute K.o.-Kriterium aber sei schließlich der Wegfall des Parkplatzes gewesen, sagte te Laak. „Wir haben es nicht geschafft, eine dauerhafte Lösung zu finden.“ Die Lage des Weihnachtsmarktes habe ihn zudem anfällig bei stürmischem Wetter gemacht, was vor zwei Jahren bereits zu einer Absage führte. Diese habe laut te Laak bereits viele Diskussionen ausgelöst.

„Eine traurige Entscheidung“

„Es ist eine traurige Entscheidung“, sagte te Laak, betonte aber zugleich: „Wir werden irgendeine andere Art von Benefizveranstaltung organisieren.“ Wie diese aussehen könnte, sei noch völlig offen. „Es gibt aber bereits einige Ideen“, verriet Alex Reinhart-van Gülpen. „Es muss auf jeden Fall für uns und unsere Besucher attraktiv sein. Denn wir wollen ja Gelder für wohltätige Zwecke generieren.“ Das Aus für den Weihnachtsmarkt sei bedauerlich, „es wollte aber keiner mit einer Blamage aussteigen“.