Affenstark… und viel Magie

Auftakt der NN-Leserreporter: Familie Hirschfeld aus Kerken beim Musical „Tarzan“ in Oberhausen

Über dem Dschungel: Thomas, Philipp, Louisa und Jutta Hirschfeld bei der Backstage-Führung im Metronom-Theater.

NIEDERRHEIN. Einen „magischen Abend im Dschungel“ hat Familie Hirschfeld aus Kerken am vergangenen Dienstag verbracht. Als NN-Leserreporter waren Mutter Jutta, Vater Thomas sowie die Zwillinge Louisa und Philipp zu Gast im Stage Metronom Theater in Oberhausen und besuchten dort das Musical „Tarzan“. Im Vorfeld durften sie bei einer Backstage-Führung einen Blick hinter die Kulissen werfen und den Darstellern um „Tarzan“ Josh Strickland beim Warm-Up über die Schulter schauen.

Über solche Zugänge gelangen die Darsteller auf ihre Positionen oberhalb der Bühne. Fotos (3): privat

Über das Abenteuer in Oberhausen berichtet Familie Hirschfeld: „Bereits am Nachmittag wurden wir von Manuela Wolf, der Pressesprecherin des Musicals, am Bühneneingang zu einer Theaterführung abgeholt. Mit ihr haben wir alle Schritte und Orte besichtigt, welche auch die Darsteller vor jeder Aufführung durchlaufen.

‚Tarzan‘ ist kein gewöhnliches Musical, denn wie im Dschungel in Afrika, fliegen auch die Affen in Oberhausen an Lianen durch den Saal. Unglaublich groß ist der Aufwand, der hinter diesen scheinbar einfachen Stunts steckt. Bevor sie das erste Mal spielen, durchläuft jeder Schauspieler ein wochenlanges Flugtraining – hier werden aus Darstellern Hochleistungssportler. Um sich fit zu halten, steht den Mitarbeitern sogar ein eigener Fitnessraum unter der Bühne zur Verfügung. Auch der Affengang muss erlernt werden, um ein möglichst echtes Bild für das Publikum zu schaffen. Den Affenlook bekommen die Darsteller in der „Schmuddelbox“, in der sie die Körperbemalung erhalten. Insgesamt 120 Mitarbeiter sorgen im Metronom Theater in Oberhausen für ein tolles Erlebnis. Bevor wir ins Foyer geführt wurden, schauten wir noch beim Warm-Up der Schauspieler zu und waren schon beeindruckt, wie gelenkig und durchtrainiert alle sind.

In der „Kinder-Schmuddelecke“ haben sich die jungen Tarzan-Darsteller verewigt.

Um 18.30 Uhr begann die Vorstellung, und wir tauchten ein in die Geschichte von Tarzan, der auf der Suche nach sich selbst die große Liebe findet. Untermalt mit der Musik von Phil Collins, ließen wir uns begeistern von den farbenfrohen Kostümen und der riesigen Kulisse. Während der Vorstellung sind rund 22 Künstler auf der Bühne, das gesamte Ensemble besteht aus 36 Darstellern. Für die Rolle des jungen Tarzan gibt es elf Kinder-Darsteller, die an verschiedenen Tagen eingesetzt werden. Doch der Aufwand lohnt sich. Da nicht nur die Bühne, sondern der ganze Saal bespielt wird, wird man als Zuschauer auf eine einzigartige Reise mitgenommen. Man ist immer mitten in der Handlung, da Tarzan über dem Publikum schwebt oder die Affenbande sich abseilt. Besonders gut gefallen hat uns die Einheit der Familie aus Mensch und Tier, die immer wieder Thema war.“

In der Ausgabe am 28. Juli berichtet Familie Rogmann aus Kleve von ihrem Besuch im Freizeitpark Efteling.


Publikumsmagnet
Am 23. September 2018 verwandelt sich das Stage Metronom Theater zum letzten Mal in eine spektakuläre Dschungelwelt. Nach rund zehn Jahren Erfolgsgeschichte in Deutschland und fast zwei Jahren in Oberhausen heißt es dann Abschied nehmen von Tarzan und Jane, der Affenbande und dem Expeditionsteam rund um den kauzigen Professor Porter.
Laut Stage Entertainment ist „Tarzan“ die bislang erfolgreichste Show in Oberhausen. Bis zum Ende der Spielzeit sollen fast eine Million Zuschauer das Musical besucht haben.