Eine neue Hoffnung für Nastya

„de kölsche Tön“ sammeln 1.000 Euro für die Hilfsaktion von Janine Ingenpass

GELDERN. Für jemanden, der leidenschaftlich gerne tanzt und der das Tanzen sogar zu seinem Beruf gemacht hat, ist ein kleines Mädchen, das gerne Ballerina werden möchte, wie eine Erinnerung an die eigene Kindheit. Nur das die Kindheit der kleinen Nastya vor allem durch Schmerzen geprägt ist. Einer von vielen Gründen für Janine Ingenpass, zu helfen.

„De kölsche Tön“ überreichen Janine Ingenpass einen Scheck im Wert von 1.000 Euro. NN-Foto: Dickel

Viele Mädchen haben im Alter von sieben Jahren mit Sicherheit den Wunsch, Ballerina zu werden. So auch die siebenjährige Nastya aus Weißrussland. De facto hat das Mädchen aber zurzeit ganz andere Probleme, mit denen sie sich herumschlagen muss: „Nastya braucht dringend eine Hüft-Operation“, berichtet Ingenpass. Schon Anfang 2017, als die engagierte Geldernerin mit der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Weißrussland war, lernte sie das Mädchen und ihre Krankengeschichte kennen. Wieder zurück in Deutschland versuchte die Besitzerin einer Tanzschule, das nötige Geld für eine Operation zusammenzubekommen, leider ohne Erfolg: „Es scheiterte immer an den verschiedenen Organisationen, die mir bei der Durchführung helfen wollten“, erklärt Ingenpass.

Aufgeben kommt für die Geldernerin aber trotzdem nicht infrage: „Ich habe der Familie so viel Hoffnung gemacht, jetzt muss ich da auch unbedingt dranbleiben“, so Ingenpass. In der Zwischenzeit wurde die kleine Nastya einmal in Weißrussland operiert, da ihre Schmerzen zu groß waren. Das Geld für diese Operation hatte Ingenpass zwar bereits durch verschiedene Spendenaktionen zusammenbekommen, eine Lösung stellt diese Operation allerdings nicht dar: „Nastya hat zwar aktuell keine Schmerzen und lernt wieder laufen, aber auch die andere Hüfte muss unbedingt operiert werden – und das am besten hier“, so die Geldernerin.

Und hier wurden auch „de kölsche Tön“ hellhörig. Die wohl „älteste Boyband Deutschlands“, wie sich Franz Georg Reinemann, Theo Schreurs, Jochen Lichte, Rolf Aal, Robert Terlinden und Gerd Lange selbst bezeichnen, kennen Ingenpass bereits von einigen Tanzstunden, die sie bei der Geldernerin genommen haben: „Wir haben immer überlegt, wie wir uns bedanken können und dann kam diese Aktion wie gerufen“, erklärt Gerd Lange. Bei ihrer Weihnachtsfeier sammelte die Gruppe bereits 400 Euro, aber das war den sympathischen Jecken noch nicht genug: „Uns war direkt klar, dass wir in der Session weiter sammeln möchten“, berichtet Lange. Gesagt, getan. Dank der Senioreneinrichtungen Haus Boeckelt, Bellini, Adelheidhaus und Haus Karin kam die Gruppe am Ende der Session auf die stolze Summe von 1.000 Euro, die sie Ingenpass nun übergeben konnte.

Natürlich seien hier und da auch Mal dumme Sprüche gefallen: „Wir wurden zum Beispiel gefragt, ob es hier denn keine armen Kinder gebe“, erklärt Lange, aber dem konnte er direkt etwas entgegensetzen: „Klar, gibt es hier auch arme Kinder, aber eine Operation wird von der Krankenkasse bezahlt.“

Ingenpass sieht es genauso und sammelt deswegen weiter Geld für die benötigte Operation, die dann hoffentlich bald auch hier in Deutschland durchgeführt werden kann.