Die beiden Presbyterinnen Bettina Prinz und Britta Gemke (r) laden herzlich zum „etwas anderen Weihnachtsmarkt“ nach Goch, in den Gemeindegarten, ein. NN-Foto: Anastasia Borstnik

GOCH. „Er ist bewusst der letzte Weihnachtsmarkt im Jahr“, betont Presbyterin und Organisatorin Britta Gemke. „Und er ist bereits ein fester Begriff für viele Gocher geworden.“ Gemeint ist der „etwas andere Weihnachtsmarkt“ am letzten Samstag vor Heiligabend, 17. Dezember, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde in Goch nun einlädt. Von 14 bis 19 Uhr können die Besucher hier, im Gemeindegarten zwischen der Evangelischen Kirche und der Diakonie, den 7. Weihnachtszauber unterm Geusendaniel genießen.

„Der Zauber selbst liegt aber im Gemeindegarten, wo ein geschmückter Tannenbaum, Feuerkörbe und Decken zum Einkuscheln auf die kleinen und gro­ßen Besucher warten“, sagt sie. Insgesamt 14 Stände sind in diesem Jahr im Außenbereich und im Gemeindehaus aufgestellt. So gibt es neben selbstgemachtem Gewürzsalz unter anderem auch wieder Filz, Genähtes, Keramik, Konfitüren und Schmuck. Der Förderverein der Kita ist auch wieder dabei. Neu in diesem Jahr ist der Stand der Ini­tiative „Helfer mit Herz“, die die Krankenhäuser und Altenheime im Kreis mit selbstgestrickten Waren wie etwa Babysöckchen oder Nesteldecken ausstatten.  Mit dem Erlös auf dem Markt möchten die sechs Damen sich mit weiterem neuen Wollmaterial eindecken.

Diesmal „schneit“ auch die Weihnachtsfee von 15 bis 18 Uhr vorbei und lässt die Sorgen der Besucher mit ihren so genannten „Wunschblasen“ verschwinden. Zum Programm gehört außerdem das weihnachtliche Singen von Kinderliedern mit Christoph Krott um 15.30 Uhr. Dazu sind alle Kinder eingeladen.
Zwei Stunden später, um 17.30 Uhr, treten der Gospelchor und der Bläserkreis mit Liederlaternen auf. Mitsingen ist erwünscht. Wer nicht textsicher ist, kann der Text von der Laternen ablesen. Im Jugendkeller des Gemeindehauses findet ein Kasperletheater „Kasper und die Weihnachtsfeier im Schloss“ statt. Die Aufführungen sind jeweils um 15 und 16.30 Uhr. Daran sollen auch Flüchtlingskinder teilnehmen. Ein Dolmetscher kommt und erklärt den Kindern vorab, worum es im Stück geht, damit die Kinder das Stück genießen können. Die Leitung des Theaters haben Connie Rueger und Estar Linemann. Mit den Jugendlichen des Helferkreises können zudem Seifen hergestellt werden und an den Feuerstellen wird Stockbrot gebacken. Die Diakonie bietet weiterhin Holzwaren an. In der Kirche findet eine Bilderausstellung der niederländischen Künstlerin Eva Ravesslot-Tophornstatt, die Bilder aus Zeitungen ausschneidet und diese in ihren Bildern und mit vielen bunten Farben neu zusammensetzt.

Zur Stärkung gibt es Würstchen vom Grill, Kuchen in der Caféteria, heiße Waffeln und Erbsensuppe. Passend dazu kommt auch die „Komm und Koch“-Gruppierung vorbei, die aus Gochern und Flüchtlingen besteht und die einmal im Monat verschiedene und internationale Gerichte zusammen kocht. Auf dem Weihnachtsmarkt in Goch verteilt sie Plätzchen gegen eine Spende. Weiterhin gibt es auch Kinderpunsch und Glühwein.
Den musikalischen Abschluss bilden Stefan Schmelting und Ralf Gemke, wenn sie um 18.45 Uhr vom Diakoniebalkon Trompete spielen.

Der Erlös des Weihnachtsmarktes kommt auch in diesem Jahr erneut dem Projekt „Pangani Lutheran Children Centre“ (PLCC) in Kenia zugute. Diese unterstützen Mädchen im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die in Slums leben und oft Opfer von sexuellen Übergriffen, Drogen und Gewalt werden. Mit Bildung, medizinischer Versorgung und psychologischer Beratung vor Ort soll dem entgegengesteuert werden. „Es ist ein kleiner und gemütlicher Markt, wo die Besucher Ruhe finden und gute Gespräche führen können“, sagt Gemke abschließend.