Wärme und Hilfe schenken

Gelderner Friedensbrücke hilft Menschen in irakischen Flüchtlingslagern. Gesucht wird Kleidung für Kinder und Babys

GELDERN. Angesichts der grauenvollen Ereignisse in Syrien und Irak haben sich einige junge Flüchtlinge gemeinsam mit einigen Deutschen aus Geldern und Umgebung unter dem Dach des Vereins Friedensbrücke Geldern zu einer neuen humanitären Initiative zusammen gefunden. Die Initiative heißt „Wärme schenken – Hilfe schenken für Menschen in Flüchtlingslagern im Irak“. Geplant ist, zunächst vor allem warme Baby- und Kindersachen in ein Flüchtlingslager im Nord­irak zu transportieren.

Wollen Wärme schenken: Einige junge Flüchtlinge haben sich gemeinsam mit einigen Deutschen aus Geldern und Umgebung unter dem Dach des Vereins Friedensbrücke Geldern zu einer neuen humanitären Initiative zusammen gefunden. Sie sammeln Spenden für Menschen in den Flüchtlingslagern im Nordirak. Vor allem warme Kinder- und Babykleidung wird hier benötigt.
Wollen Wärme schenken: Einige junge Flüchtlinge haben sich gemeinsam mit einigen Deutschen aus Geldern und Umgebung unter dem Dach des Vereins Friedensbrücke Geldern zu einer neuen humanitären Initiative zusammen gefunden. Sie sammeln Spenden für Menschen in den Flüchtlingslagern im Nordirak. Vor allem warme Kinder- und Babykleidung wird hier benötigt.

Im Irak sind aktuell Millionen Menschen auf der Flucht. Im Vordergrund der Aktion steht Wärmendes für die Menschen, die in den Flüchtlingslagern leben. Der Winter im Nordirak ist kalt und nass. Flüchtlinge von dort, die das Glück hatten, nach Deutschland zu kommen, berichten, dass diese Kälte das Schlimmste gewesen sei. Eine Spedition aus Köln fährt wöchentlich in den Nord­irak. Hier können private Pakete und humanitäre Güter zugeladen werden. Der Frachtpreis beträgt einen Euro pro Kilo. Die Initiative sucht nun Unterstützer, die Kleidung für Kinder und Babys spenden. Mit diesen leichten Waren sei auch das Verhältnis zwischen Transportkosten und Warenwert akzeptabel, betonen die Organisatoren. Die Friedenbrücke bittet also um gute gebrauchte Kleidung für Kinder und Babys, vor allem warme Sachen. Der Verein sortiert die Spenden, verpackt sie in Kartons und bringt sie zur Spedition.
Aber auch um Geldspenden bittet die Initiative. Organisator Manfred Feldmann: „Bitte spenden Sie auch Geld, damit der Transport finanziert werden kann. Wenn Geld übrig ist, werden wir im Irak warme Sachen direkt einkaufen, zum Beispiel Bettdecken für zirka zehn Euro das Stück.“
Um die Planungen der Gruppe transparenter zu machen und auch, um möglichst noch weitere Helfer und Mitstreiter zu gewinnen, lädt die Initiative für Donnerstag, 8. Dezember, um 19 Uhr in den Gemeindesaal der Evangelischen Kirche in Geldern, Heilig-Geist-Gasse 4  zu einem Informationsabend mit Präsentation ein.
Manfred Feldmann erläutert: „Für uns ist nicht nur diese Aktion mit den Hilfstransporten an sich ein menschliches und lohnendes Ziel, sondern auch die Tatsache, dass die Initiative von hier ansässigen Flüchtlingen ausgeht. Alle hier lebenden Geflüchteten haben eine oft ergreifende Geschichte, aber manche können und wollen gern denen, denen es im Heimatland noch schlechter ergangen ist, helfen. Es kann sein, dass sie sich damit auch ein bisschen selbst helfen und ein Stück Autonomie im fremden Land gewinnen. Die gemeinschaftliche Unternehmung mit Einheimischen kann dem ganzen großen Projekt der Integration nur dienen.“
Feldmann und seine Mitstreiter haben  sich über den Sprachunterricht im Rahmen eines Integrationskurses der Caritas kennen gelernt und teilen ein gemeinsames Interesse an humanitären Aktivitäten. Hallalah, Hannah, Hazha und Qutaiba als Flüchtlinge teilen mit den deutschen Ehrenamtlichen das Engagement und ihre Erlebnisse. „Für die Infoveranstaltung am Donnerstagabend haben Hazha und Hannah eine eindrucksvolle Präsentation mit kleinen Filmeinlagen vorbereitet. Nachdem ich mir diese angesehen habe, muss ich sagen: So dramatisch habe ich mir die Bedingungen nicht vorgestellt“, führt Manfred Feldmann aus. Die Initiative hofft, noch vor Weihnachten die ersten Pakete auf den Weg schicken zu können.
Weitere Infos – auch zum Spendenkonto – haben Manfred Feldmann, Telefon 02831/88216, und Sigrid Marczona, Telefon 02831/87265, E-Mail friedensbruecke9@gmail.com.