Deutsche Glasfaser wird jetzt auch in Geldern aktiv

Stadt begrüßt das Engagement im Gewerbegebiet an der Weseler Straße

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Schnelles Netz für Gelderns Gewerbegebiet: Bürgermeister Sven Kaiser (2.v.l.) und Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett (2.v.r.) freuen sich über das Engagement der Deutschen Glasfaser im Gelderner Gewerbegebiet an der Weseler Straße. Sie trafen Marcus Klein (l.), Bereichsleiter Geschäftskunden Vertrieb, und Key Account Manager Mehmed Gül zur Besprechung im Rathaus. NN-Foto: Nina Meyer

GELDERN. Für die Unternehmen im Gewerbegebiet an der Weseler Straße in Geldern könnte schon Mitte kommenden Jahres Lichtgeschwindigkeit gelten. Denn die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, die sich seit einigen Monaten in großen Teilen des Kreises Kleve um den Netzausbau bemüht, will nun auch an dem bislang unterversorgten Gewerbestandort am östlichen Rand der Landlebenstadt aktiv werden. Die Deutsche Glasfaser und die Stadt Geldern haben sich nun auf Rahmenbedingungen für den Ausbau eines Glasfasernetzes verständigt.
„Stand alone“ ist der Name dieser Gewerbegebietausbauprojekte, mit denen die Deutsche Glasfaser nach der Privatkundenversorgung jetzt auch zunehmend auf den Markt kommt. Und sie rennt damit „offene Türen“ ein, wie Marcus Klein, Bereichsleiter Geschäftskunden Vertrieb, berichtet. Denn eine geringe Internetgeschwindigkeit von vielleicht zwei Mbit/s sei zum einen keine Seltenheit in deutschen Industrieparks und zum anderen ein echter Nachteil für die Standortfaktoren einer Kommune. Das wissen auch Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser und Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett leider nur allzu gut. Kaiser: „„Bereits während öffentlicher Beratungen zu diesem Thema im Stadtrat oder in zuständigen Ausschüssen wurde der Wunsch nach dem Netzausbau für das Gewerbegebiet konkretisiert. Auch bei meinen zahlreichen Unternehmensbesuchen wird mir immer wieder versichert, wie wichtig schnelle Datenleitungen geworden sind. Wir freuen uns daher sehr, gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser nun eine Lösung gefunden zu haben.“
Die Deutsche Glasfaser will hier – „wo die Not am größten ist“, so Marcus Klein – für jeden Anschluss die Glasfaser­infrastruktur und damit mögliche Datenraten bis zu einem Gigabit/s zur Verfügung stellen. Das Ganze geschieht auf eigene Kosten als privates Investment. Für künftige Ausbauprojekte stellen die Investoren der Unternehmensgruppe Kapital in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Nutzbar wird die Infrastruktur für alle Provider sein. Klein: „Denn wir wollen so viele Nutzer wie möglich auf den Netzen haben.“ Das projektierte Gebiet soll bis zum Gelderner Krankenhaus reichen, wo ebenfalls enormer Versorgungsbedarf bestehe, so Bürgermeister Kaiser.
Das Projekt Glasfaserausbau teilt sich in vier Phasen. Nach der ersten Phase und den Vorgesprächen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Geldern, startet Phase zwei am Donnerstag, 27. Oktober, mit der Nachfragebündelung. Dann lädt Mehmed Gül, zuständiger Key Accouint Manager bei der Deutschen Glasfaser, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Geldern um 8 Uhr zu einem Unternehmerfrühstück bei Wolters Nutzfahrzeuge ein. Gül: „Dann werden die Einzelheiten für alle Interessenten erläutert.“ Die Nachfragebündelung läuft bis zum 15. Dezember. Bei Vertragsabschlüssen mit rund 25 Unternehmen stehe dem Netzausbau nichts mehr im Wege, so Gül weiter. Dann geht es in die Planungsphase und schließlich in die Bauphase. Gül rechnet damit, dass Mitte 2017 alle Anschlüsse gelegt und in Betrieb genommen werden können.
Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett betont: „Wir begrüßen die Bereitschaft der Deutschen Glasfaser. Damit steht uns schon sehr bald eine leistungsstarke und zukunftssichere Technologie zur Verfügung.“ Da der Netzausbau zur Sicherung des Standortfaktors und für die Attraktivierung des Gewerbegebietes unerlässlich ist, hätte die Stadt Geldern tätig werden müssen, so der Wirtschaftsförderer. Auch Bürgermeister Sven Kaiser ist froh, „dass es mit der Deutschen Glasfaser klappt. Wir haben uns schon auf die lange Wartezeit der Fördermittelanträge eingestellt.“ Und er verrät seine persönliche Einschätzung: „25 Unternehmen müssen wir ja wohl schaffen!“ Infos unter http://www.deutsche-glasfaser.de.