Diese Ansicht des Marienhospitals Kevelaer stammt aus dem Jahr 1900. Foto: privat

KEVELAER. Mit einem Festakt am Donnerstag, 22. September, und einem Tag der offenen Tür am Samstag, 24. September, feiert das Kevelaerer Krankenhaus in dieser Woche einen runden Geburtstag: 150 Jahre Marienhospital.  

150 Jahre, in denen sich viel verändert hat. Die Erstausstattung des Marienhospitals im Jahr 1866 war selbst für damalige Verhältnisse spartanisch: zwei Matratzen aus Pferdehaaren, vier Betten mit Federn, sechs Strohsäcke aus Leinen, fünf Bettladen, sechs Kaffeetassen, zwei Kaffeekannen, zwölf flache und sechs tiefe Teller. Dazu zwei Tische, sechs Stühle, ein Sessel und ein Nachtstuhl. Die Wäscherei bestand aus einem großen und einem kleinen Waschkübel.
Modernes Krankenhaus

[quote_box_right]Aus der Chronik
1831: Der Kaufmann Franz Johann Pinders aus Kevelaer vermacht in seinem Testament sein kleines Wohnhaus mit Scheune und Garten sowie einige Grundstücke als Armenstiftung.
1866: Anmietung des Pinders‘schen Armenhauses. Die Einrichtung eines Krankenhauses in Kevelaer wird von der Regierung in Düsseldorf genehmigt.
1890: Das Marienhospital erhält die Rechte einer juristischen Person.
1894: Das alte Pinders‘sche Anwesen wird abgerissen und an gleicher Stelle ein Erweiterungsbau errichtet.[/quote_box_right]150 Jahre später ist das Marienhospital ein modernes Krankenhaus, das den Menschen in Kevelaer und der Region eine ausgezeichnete medizinische Versorgung garantiert. „Jenseits von High-Tech und medizinischen Entwicklungen hat sich Haus dabei eins bewahrt“, weiß Bernd Ebbers, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. „Die besondere Atmosphäre, die gelebte Nähe zu den Menschen.“ Das Marienhospital bildet seit 2013 gemeinsam mit dem St.-Antonius-Hospital Kleve, dem Wilhelm-Anton-Hospital Goch und dem St. Nikolaus-Hospital Kalkar das Katholische KarlLeisner-Klinikum.

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Kardiologische Abteilung

„Mit der Neurologie, der Gefäßchirurgie und der Angiologie bringt das Marienhospital essenzielle Fachdisziplinen in einer außerordentlich guten Versorgungsqualität in das Klinikum ein“, betont  Regionaldirektor Philipp Kehmeier.  Ein wichtiger Baustein in den aktuellen Planungen des mehr als 900 Betten starken Klinikums ist darüber hinaus die Etablierung einer kardiologischen Abteilung in Kevelaer. Die Bauarbeiten laufen seit Januar, mehr als zwei Millionen Euro werden investiert.

Geburtstagsfeier

Der runde Geburtstag wird gebührend gefeiert: Nach einem Festakt mit geladenen Gästen am morgigen 22. September öffnet sich das Marienhospital interessierten Besuchern am kommenden Samstag, 24. September, 11 bis 17 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür. Führungen geben Einblicke hinter die Kulissen des Krankenhauses: Wie läuft eine Operation ab? Wer kümmert sich um die Technik des Hauses? Wie werden die Betten aufbereitet?

Tag der offenen Tür

Die Medizin-Experten des Marienhospitals informieren in Vorträgen zu Themen wie Volkskrankheiten, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Besucher können sich außerdem an vielen Ständen über die Services des Marienhospitals informieren – von der Ernährungsberatung über das Schmerzmanagement bis zu Ausbildungsmöglichkeiten im Pflegeberuf. Wer mag, lässt sich den Blutdruck messen, desinfiziert Hände unter Schwarzlicht oder macht ein Ultraschall der Halsschlagader.