Jetzt müssen wir handeln, damit es eine Zukunft gibt!

Peter Mokros will im Bürgerdialog die Weichen für morgen stellen

RHEINBERG. „Es muss sich was tun in Rheinberg!” Davon ist Peter Mokros überzeugt. Und er will was tun, wenn er Bürgermeister werden sollte. Das wird er am 13. September versuchen, wenn er als Kandidat der Grünen ins Rennen ums höchste Amt der Stadt geht. Oberste Priorität soll bei ihm die ernsthafte, gelebte Bürgerbeteiligung haben, der Dialog mit den Bürgern, damit sie sich von der Politik ernst genommen fühlen.

Peter Mokros ist der Bürgermeisterkandidat der Rheinberger Grünen. Er möchte vor allem den politischen Dialog mit den Bürgern forcieren und den Klimaschutz voranbringen. NN-Foto: Ingeborg Maas
Peter Mokros ist der Bürgermeisterkandidat der Rheinberger Grünen. Er möchte vor allem den politischen Dialog mit den Bürgern forcieren und den Klimaschutz voranbringen. NN-Foto: Ingeborg Maas

„Politik und Verwaltung müssen den Bürgern Wertschätzung entgegenbringen” fordert Mokros. „Es gibt eine ganze Reihe von Bürgerinitiativen. Diesen gegenüber sollte man eine positive Position einnehmen, denn sie versuchen ja, etwas zu bewegen.” Als Beispiel nennt er Millingen, wo die Bürger versuchen, ihren Widerstand gegen den Schwerlastverkehr durch den kleinen Ort durchzusetzen. „Wenn dieser Verkehr bei den Ratsmitgliedern vor der Haustür wäre, würden sie auch protestieren.”

Er weiß zwar genau, dass die letztendliche Entscheidung immer der Rat trifft, aber das sollte auf jeden Fall im Dialog mit den Menschen in der Stadt geschehen.

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Ein zweiter Leitfaden seines Handelns ist für Peter Mokros der Klimaschutz: „Alles, was in Rheinberg bewegt wird, muss sich am Klimaschutz orientieren” fordert er. Es geschehe zwar schon einiges in dieser Hinsicht, aber immer noch zu wenig. „Wenn Pro Asyl sagt, dass wir in den nächsten Jahren zusätzlich zu der wachsenden Zahl von politischen Flüchtlingen auch noch 110 Millionen Klimaflüchtlinge haben werden, dann kann man sich nicht nur darum kümmern, wie das organisatorisch zu bewältigen ist, da muss man rechtzeitig gegensteuern.” Mokros bemängelt, dass die europäischen Länder nach den USA führend sind beim Ausstoß von CO2. „Deshalb möchte ich mich in Rheinberg dafür einsetzen, dass die Neuansiedlung von einfallsreichen und zukunftsfähigen Unternehmen, die sich den Klimaschutz als Maßstab nehmen, gefördert wird.”

Mokros selber lebt seine Überzeugung. Er ernährt sich vegan, jedoch ohne andere „missionieren” zu wollen. „Ich halte Aufklärung für den einzig richtigen Weg. Viel zu wenig Leute wissen, dass der exorbitante Fleischverzehr nicht in den Klimaschutzplan eingerechnet wird, obwohl er einen immensen CO2-Ausstoß verursacht. Der Zusammenhang zwischen unserem Fleischkonsum, dem Klimawandel und dem Welthunger ist evident, dem müssen wir auch auf unterster Ebene schon entgegensteuern.”

Entgegensteuern beginnt bei ihm auch mit dem Forcieren von Bildungsangeboten, denn seiner Meinung nach passiert viel zu viel Negatives durch Unwissen. „Wenn wir die nächsten Generationen dazu bewegen wollen, sich mehr für das Klima einzusetzen, müssen wir es ihnen zum einen vorleben und sie zum anderen bilden und ausbilden, damit die Zusammenhänge verstanden werden.”

Mokros möchte die Stadt aber in jeder Hinsicht für die Jugend lebenswert machen. Dazu gehört für ihn auch der Erhalt der Sportstätten, für die er sich mit allem was er hat einsetzen will: „Sport ist auch Jugendhilfe. Wenn wir der Jugend die Sportplätze wegnehmen, sucht sich ihr Drang nach Aktivität andere Ventile mit oft negativen Auswirkungen.” Und auch im Umgang mit Flüchtlingen hat seiner Meinung nach der Sport eine ganz wichtige Integrationsfunktion. „Ich bin stolz auf das, was hier in der Stadt ehrenamtlich für Flüchtlinge bereits geleistet wird” sagt er. „Aber ich merke, dass die Menschen im Kopf an ihre Belastungsgrenzen kommen, vor allem die, die nicht richtig informiert sind. Deshalb ist mir die begründete Aufrechterhaltung unserer Willkommenskultur ein wichtiges Anliegen. Verwaltung muss Integration statt Ghettoisierung fördern, muss frühzeitig die Bürger über Planungen wie in Orsoy informieren und die Fakten nicht totschweigen.”

Vor den Aufgaben, die als Verwaltungschef auf ihn zukämen, hat der 54-jährige Kriminalbeamte keine Angst. „Ich habe an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Duisburg studiert und bin Dipl. Verwaltungswirt. Ich habe schon viele Behörden kennengelernt, unter anderem war ich beim LKA und beim Innenministerium. Daher sehe ich mich von den Grundstrukturen bis hin zur Personalführung gut aufgestellt und bin sicher, mich sehr schnell in eine Stadtverwaltung einarbeiten zu können.”

Peter Mokros hofft darauf, dass die Wähler ihm dazu am 13. September eine Chance geben werden. Vor allem aber hofft er, dass die Rheinberger zahlreich von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. „Die Menschen dürfen nicht mehr das Gefühl haben, dass ja doch nichts getan wird, egal, wen sie nun wählen. Ich will etwas tun, ich will die Stadt fit für die Zukunft und für jeden lebens- und liebenswert machen und dafür brauche ich jede Stimme!”