Alle Jahre wieder: Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel

So kann die Bausubstanz effektiv geschützt werden

Alle Jahre wieder: In der nass-kalten Jahreszeit werden in vielen Wohngebäuden die gefürchteten schwarzen Flecken an den Wänden sichtbar. Schimmel ist nicht nur unschön, sondern kann auch die Gesundheit beeinträchtigen. Gerade in Herbst und Winter finden Schimmelpilzsporen, die immer und überall in der Luft vorhanden sind, genügend Feuchtigkeit, um sich rapide zu vermehren.

Zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden gehört ein gesundes Raumklima. Eine kontrollierte Lüftung kann vor Feuchtigkeit und Schimmel schützen. Foto: djd/Marley
Zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden gehört ein gesundes Raumklima. Eine kontrollierte Lüftung kann vor Feuchtigkeit und Schimmel schützen.
Foto: djd/Marley

Besonders gute Wachstumsbedingungen bieten die Innenseiten von Außenwänden. Regelmäßiges Lüften kann hier vorbeugen – bringt aber andere Nachteile mit sich.

Lüften per Hand: Umständlich und teuer

Eine geregelte Frischluftzufuhr ist das wichtigste und zugleich einfachste Mittel, um dem Schimmel vorzubeugen. Doch das ist einfacher gesagt als getan: Regelmäßiges, stoßweises Lüften alle zwei bis drei Stunden ist für die meisten im Alltag gar nicht machbar. Zudem ist die Frischluftzufuhr quasi per Hand nicht nur umständlich, sondern in der Heizperiode auch ein kostspieliges Vergnügen. Durch die geöffneten Fenster entweicht teure Wärmeenergie nach draußen, die Bewohner müssen entsprechend nachheizen – genau dieser Effekt soll durch eine energetische Sanierung und Wärmedämmung aber gerade vermieden werden. Eine energiesparende und zugleich komfortable Alternative stellen dezentrale Lüftungsgeräte dar. Sie lassen sich raumweise auch im Altbau nachrüsten und sorgen ganz automatisch für eine stete Frischluftzufuhr. Eine Kernbohrung in der Außenwand und die Verlegung einer elektrischen Zuleitung genügen zur Installation. Die Bewohner profitieren von einem gesunden Raumklima, ohne überhaupt an das regelmäßige Lüften denken zu müssen. Ganz im Gegenteil: Die Fenster können geschlossen bleiben, zudem lässt sich die vorhandene Raumwärme weiter nutzen. Möglich machen dies Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung. Frischluft-Wärmetauscher können bis zu 85 Prozent der Raumwärme zurückführen. Ein Keramikelement speichert dazu die Wärme der Abluft. Die einströmende kalte Frischluft wird durch das Element geleitet und dabei erwärmt, bevor sie in den Raum gelangt.

Raumklima verbessern, Bausubstanz schützen

Ebenso unkompliziert wie die Installation ist auch die Steuerung des Frischluft-Wärmetauschers: Dazu dient eine Funkfernbedienung. Besonders wirksam ist der sogenannte Dialogbetrieb: Dabei sorgt ein Lüftungsgerät für frische Zuluft, während ein zweites Gerät zur gleichen Zeit verbrauchte und feuchte Abluft nach außen abführt. Die kontinuierliche Frischluftversorgung schützt somit vor Schimmel, spart Heizkosten ein, und erhält zugleich die Bausubstanz.