Kulturelle Vielfalt garantiert

RHEINBERG. Seit im Jahr 1981 die erste Spielzeit in der Stadthalle Rheinberg über die Bühne ging, stieg das kulturelle Angebot ständig in der Gunst der Besucher. Die vergangene Saison war von allen 34 Spielzeiten des Kulturbüros Rheinberg die erfolgreichste – gemessen am Zuschauerinteresse. Dreiviertel der Vorstellungen waren ausverkauft. Das bedeutet Freude über den Erfolg, aber auch Verpflichtung, in der kommenden 35. Saison ein genauso interessantes Angebot zusammenzustellen.

Natürlich dürfen in der Gala-Nacht der Stars, mit der die Spielzeit eröffnet wird, die Hits von Tina Turner nicht fehlen. Foto: nno.de
Natürlich dürfen in der Gala-Nacht der Stars, mit der die Spielzeit eröffnet wird, die Hits von Tina Turner nicht fehlen. Foto: nno.de

Das neue Programmheft zeigt, dass Kulturamtsleiterin Vera Thuleweit diesen Anspruch, den sie auch an sich selbst stellt, wieder einmal erfüllt hat. 11 Abende versprechen unter dem Motto: „Theater und mehr” beste Unterhaltung für die Fans von Musical, Schauspiel oder Musik, in diesem Jahr stehen fünf Veranstaltungen auf dem Programm.

Musikalisch startet die Saison am Sonntag, 20. September mit der Gala-Nacht der Stars, einer musikalischen Hommage an die Größen des Show-Biz. Zu hören sind große Hits und Welterfolge von Elvis Presley, Liza Minelli, Tina Turner, Edith Piaf oder Zarah Leander. Die legendäre Show der Blues Brothers darf ebensonicht fehlen wie „Ohrwürmer” von ABBA.

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Präsentiert werden all diese Hits von fünf live singenden Musicalkünstlern, die in die Haut von über zwanzig Weltstars schlüpfen. Dazu bringen hochauflösende Videoproduktionen das Feeling einer großen Broadway-Show auf die Bühne. Auch der nächste Abend ist einem der ganz Großen gewidmet: Am 9. Oktober steht „Black or White” auf dem Programm, eine musikalische Verbeugung vor Michael Jackson, dem größten Entertainer der Musikgeschichte. Der Ungar Csaba Horvát gilt als einer der allerbesten Michael-Jackson-Darsteller und sein „Moonwalk” steht dem des großen Meisters in nichts nach.

Mit einer Komödie geht es am 28. Oktober weiter. Doch die hat alles andere als einen alltäglichen Inhalt. Es geht um ein homosexuelles Paar, das einen Sohn adoptieren will, der 1,5 Jahre alt ist. Alles ist eingespielt, die Ankunft des kleinen Patrick wird erwartet. Doch durch ein Versehen des Jugendamtes steht der 15-jährige, kriminelle Rabauke Patrick plötzlich in der Tür und kann – da Ostern ist – nicht so einfach umgetauscht werden. Herrliche Pointen geben viel Stoff zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Ein tolles Stück für mehr Toleranz und Nächstenliebe.

Zum Nachdenken regt auch der 25. November an, das Westfälische Landestheater spielt das Stück: „Er ist wieder da”. Die Satire von Timur Vermes zeigt, was in unserer sensationsgierigen Mediengesellschaft passieren kann, wenn einer auftaucht, der sich für Adolf Hitler hält.

Teil 1 der Spielzeit geht zu Ende, wie es angefangen hat: auch musikalisch. „Kiss me Kate” ist ein Musical-Klassiker von Cole Porter mit vielen unvergesslichen Hits und Evergreens. Peter Lund hat eine gelungene Neufassung geschaffen, die insgesamt spritziger, frivoler und direkter ist.

Im neuen Jahr wird die Spielzeit am 8. Januar fortgesetzt. Dann steht ein Beatles-Abend mit der exzellenten Band „The Cavern Beatles” auf dem Programm. Am 15. Januar folgt eine Show mit 12 Tenören, die Welthits präsentieren. „Wir lieben und wir wissen nichts” heißt das Schauspiel mit Helmut Zierl am 20. Februar. Die Komödie „Ziemlich beste Freunde” nach dem erfolgreichen gleichnamigen Film gibt es 29. März. Eine Hommage an Udo Jürgens unter dem Titel „Merci Cherie” folgt am 8. April und die Komödie „Rubbeldiekatz beschließt die Spielzeit am 9. Mai. Außerhalb des Programms wird am 18. Dezember auch wieder die Tanzwerkschau der städitschen Musikschule Rheinberg und der Dom-Musikschule Xanten in der alten Kellnerei präsentiert.

Das Heft mit allen kulturellen Angeboten liegt aus oder ist im Stadthaus erhältlich. Abos können bis 31. August gebucht werden, ebenso können jetzt Karten vorbestellt werden, allerdings können noch keine Plätze vergeben werden. Buchen kann man über das Formular im Heft oder telefonisch unter 02843/171 270, über die homepage der Stadt Rheinberg oder per mail an dorothee.brunner@rheinberg.de